der
Russen
hat
in
der
Ost-Ukraine
stattgefunden.
Warum
sind
die
Amerikaner
daran
schuld? Warum keinerlei Kritik an der bewaffneten Invasion Russlands, während im
Hintergrund bei Kens Rede eine Flagge mit einer Friedenstaube weht? Ist das nicht die
instrumentalisierbare ,, Friedensbewegung®, die wir schon seit den 68ern kennen? Keine
Kritik an der russischen Invasion Afghanistans, Tschetscheniens und der Ukraine, aber
bei jedem NATO-Kriegseinsatz zu Tausenden auf der Straße?
schuld? Warum keinerlei Kritik an der bewaffneten Invasion Russlands, während im
Hintergrund bei Kens Rede eine Flagge mit einer Friedenstaube weht? Ist das nicht die
instrumentalisierbare ,, Friedensbewegung®, die wir schon seit den 68ern kennen? Keine
Kritik an der russischen Invasion Afghanistans, Tschetscheniens und der Ukraine, aber
bei jedem NATO-Kriegseinsatz zu Tausenden auf der Straße?
Was
von
der
Demokratie
zu
halten
ist,
habe
ich
schon
ausfiihrlich
erliutert.
Dass die Ukrainer eine libertire Partei wählen, halte ich fiir so wahrscheinlich
wie die Einladung an mich zu einer Rothschild-Maskenparty. Dass die neue
Regierung nichts Grundlegendes ändern würde, war von Anfang an klar - egal
ob sie Putin oder den USA dienen wiirde. Doch immerhin waren die Wahlen
in der Ukraine im Mai 2014 weitaus demokratischer als das, was Putin
beim Anschluss der Krim veranstaltete. Bewaffnete Männer stiirmten das
Parlament der Krim-Hauptstadt Simferopol, hissten russische Flaggen und
errichteten Barrikaden vor dem Gebäude. Die amtierende Regierung wurde
unter Androhung von Gewalt abgesetzt und der 41-jährige Sergej Aksjonow
als neuer Ministerprisident ausgewählt. Aksjonow verkündete die Errichtung
eines Verteidigungsministeriums. Die Bewaffneten, bei denen es sich offensichtlich
um russische Soldaten handelte, besetzten wichtige Positionen auf der gesamten
Halbinsel und blockierten ukrainische Streitkräfte in ihren Stiitzpunkten. Die
unabhängige und die ukrainetreue Presse wurden von Putin ausgeschaltet.
Bewaflnete stiirmten das Büro des „Zentrums für journalistische Recherchen“.
Der größte oppositionsnahe Sender auf der Halbinsel „Schwarzmeer IV“ wurde
nicht mehr ausgestrahlt. Nur noch der Staatssender „Krim“ war jetzt überall zu
empfangen. Am 16. Dezember fand unter massiver russischer Militärpräsenz
das sogenannte „Referendum“ über die Zukunft der Krim statt. Im Vorfeld war
die Übertragung von ukrainischen Sendern via Kabel und Antenne gestoppt und
stattdessen russische Programme eingespeist worden. Die warnten vor ethnischen
Säuberungen auf der Krim durch radikale Westukrainer. Gegen 20 Uhr verkündete
der Chef der Wahlkommission seinen ersten Zwischenstand. Demnach hatten
- ohne die Stadt Sewastopol - 1 250 426 Krimbewohner am Referendum
teilgenommen, mit Sewastopol 1 724 563. So entstand eine Differenz von 474
137. Sewastopol hat aber nur 385 000 Einwohner. Dass hier etwas gewaltig faul
war, zeigte auch das Endergebnis des Referendums: Der Anschluss an Russland
bekam 97 Prozent Zustimmung. Bei einem Anteil von Russen von 58 Prozent
in der Gesamtbevölkerung ist solch ein Ergebnis absolut ausgeschlossen, wenn
es mit rechten Dingen zugeht. In einer Umfrage hatten sich im Februar 2014
nur 41 Prozent der Krimbewohner für einen Beitritt zu Russland ausgesprochen.“*“
Jürgen Elsässer fällt dazu nur der Kommentar ein, dass man als Putinversteher
nur dann ein überzeugter Demokrat sein müsse, wenn es gerade opportun ist: Ich
will das nicht auf die Goldwaage legen und sagen: ‚Auf der Krim lief alles sauber.‘ >
Wenigstens ehrlich! Elsässer „will“ Russlands gewaltsame Annexion der Krim nicht
auf die Goldwaage legen, während er auch das kleinste amerikanische Delikt oder
Dass die Ukrainer eine libertire Partei wählen, halte ich fiir so wahrscheinlich
wie die Einladung an mich zu einer Rothschild-Maskenparty. Dass die neue
Regierung nichts Grundlegendes ändern würde, war von Anfang an klar - egal
ob sie Putin oder den USA dienen wiirde. Doch immerhin waren die Wahlen
in der Ukraine im Mai 2014 weitaus demokratischer als das, was Putin
beim Anschluss der Krim veranstaltete. Bewaffnete Männer stiirmten das
Parlament der Krim-Hauptstadt Simferopol, hissten russische Flaggen und
errichteten Barrikaden vor dem Gebäude. Die amtierende Regierung wurde
unter Androhung von Gewalt abgesetzt und der 41-jährige Sergej Aksjonow
als neuer Ministerprisident ausgewählt. Aksjonow verkündete die Errichtung
eines Verteidigungsministeriums. Die Bewaffneten, bei denen es sich offensichtlich
um russische Soldaten handelte, besetzten wichtige Positionen auf der gesamten
Halbinsel und blockierten ukrainische Streitkräfte in ihren Stiitzpunkten. Die
unabhängige und die ukrainetreue Presse wurden von Putin ausgeschaltet.
Bewaflnete stiirmten das Büro des „Zentrums für journalistische Recherchen“.
Der größte oppositionsnahe Sender auf der Halbinsel „Schwarzmeer IV“ wurde
nicht mehr ausgestrahlt. Nur noch der Staatssender „Krim“ war jetzt überall zu
empfangen. Am 16. Dezember fand unter massiver russischer Militärpräsenz
das sogenannte „Referendum“ über die Zukunft der Krim statt. Im Vorfeld war
die Übertragung von ukrainischen Sendern via Kabel und Antenne gestoppt und
stattdessen russische Programme eingespeist worden. Die warnten vor ethnischen
Säuberungen auf der Krim durch radikale Westukrainer. Gegen 20 Uhr verkündete
der Chef der Wahlkommission seinen ersten Zwischenstand. Demnach hatten
- ohne die Stadt Sewastopol - 1 250 426 Krimbewohner am Referendum
teilgenommen, mit Sewastopol 1 724 563. So entstand eine Differenz von 474
137. Sewastopol hat aber nur 385 000 Einwohner. Dass hier etwas gewaltig faul
war, zeigte auch das Endergebnis des Referendums: Der Anschluss an Russland
bekam 97 Prozent Zustimmung. Bei einem Anteil von Russen von 58 Prozent
in der Gesamtbevölkerung ist solch ein Ergebnis absolut ausgeschlossen, wenn
es mit rechten Dingen zugeht. In einer Umfrage hatten sich im Februar 2014
nur 41 Prozent der Krimbewohner für einen Beitritt zu Russland ausgesprochen.“*“
Jürgen Elsässer fällt dazu nur der Kommentar ein, dass man als Putinversteher
nur dann ein überzeugter Demokrat sein müsse, wenn es gerade opportun ist: Ich
will das nicht auf die Goldwaage legen und sagen: ‚Auf der Krim lief alles sauber.‘ >
Wenigstens ehrlich! Elsässer „will“ Russlands gewaltsame Annexion der Krim nicht
auf die Goldwaage legen, während er auch das kleinste amerikanische Delikt oder
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