weit
nach
unten
klappen.
Aber
wie
sieht
es
mit
seinem
Nachfolger
Poroschenko
aus?
Ist Poroschenko ein waschechter Freiheitskämpfer, der sein Volk anständig vertritt?
Hat sich Poroschenko schon vor den Maidan-Aufständen gegen die Regierung von
Janukowitsch aufgelehnt? Oder ist er wenigstens - um die alternativen Medien zu
bestätigen - eine westliche Marionette, die Russland schon immer verachtet hat? Alles
falsch: Poroschenko ist ein ukrainischer Oligarch, der sich - wie Timoschenko -
auch unter Moskau genehmen Regierungen korporatistisch bereicherte. Erst kurz
vor den Aufständen wechselte er die Seite, gegen Janukowitsch. Das passt perfekt in
das Muster eines inszenierten Machtwechsels. Dasselbe gilt für den Ministerpräsidenten
Arsenij Jazenjuk, der 2003 unter Janukowitsch zum Vizepräsidenten der
Nationalbank der Ukraine ernannt wurde. Beide Staatsoberhäupter stammen aus dem
korrupten ukrainischen System, das seine Befehle aus Moskau erhielt. Warum wählten
die Amerikaner, wenn sie denn hinter der Revolution steckten, keine Staatsoberhäupter
mit hundert Prozent pro-westlichem Hintergrund aus, denen sie vertrauen könnten?
Ein pro-westlicher Sinneswandel ist nie unmöglich, aber anhand der langen
Geschichte gesteuerter Opposition in den Ostblockstaaten, ist das Erklärungsmodell
eines absichtlich von Russland in die Wege geleiteten Regime-Wechsels naheliegender
als ein vom Westen organisierter Staatsstreich. Der neue ukrainische Präsident und
die Regierung wurden am 27. Februar 2014 durch eine überwältigende Mehrheit
im Parlament der Ukraine anerkannt (371 von 417 abgegebenen Stimmen). Dieses
Parlament wurde am 28. Oktober 2012 gewählt. Das russische Außenministerium sagte
zu diesem Zeitpunkt, dass die Wahlen friedlich, ohne Ausschreitungen und entsprechend
allgemeingültiger Standards abgehalten wurden und das Engagement der Ukraine für
Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bestätigten. Das Parlament, das Russland damals als
legitim bezeichnete, kann nun kaum als illegitim gelten.“® Und warum sollte ein
Parlament, das 2012 gewählt wurde, eine Marionette der USA anerkennen? Kamen
die Befehle aus dem Moskauer FSB?
Ist Poroschenko ein waschechter Freiheitskämpfer, der sein Volk anständig vertritt?
Hat sich Poroschenko schon vor den Maidan-Aufständen gegen die Regierung von
Janukowitsch aufgelehnt? Oder ist er wenigstens - um die alternativen Medien zu
bestätigen - eine westliche Marionette, die Russland schon immer verachtet hat? Alles
falsch: Poroschenko ist ein ukrainischer Oligarch, der sich - wie Timoschenko -
auch unter Moskau genehmen Regierungen korporatistisch bereicherte. Erst kurz
vor den Aufständen wechselte er die Seite, gegen Janukowitsch. Das passt perfekt in
das Muster eines inszenierten Machtwechsels. Dasselbe gilt für den Ministerpräsidenten
Arsenij Jazenjuk, der 2003 unter Janukowitsch zum Vizepräsidenten der
Nationalbank der Ukraine ernannt wurde. Beide Staatsoberhäupter stammen aus dem
korrupten ukrainischen System, das seine Befehle aus Moskau erhielt. Warum wählten
die Amerikaner, wenn sie denn hinter der Revolution steckten, keine Staatsoberhäupter
mit hundert Prozent pro-westlichem Hintergrund aus, denen sie vertrauen könnten?
Ein pro-westlicher Sinneswandel ist nie unmöglich, aber anhand der langen
Geschichte gesteuerter Opposition in den Ostblockstaaten, ist das Erklärungsmodell
eines absichtlich von Russland in die Wege geleiteten Regime-Wechsels naheliegender
als ein vom Westen organisierter Staatsstreich. Der neue ukrainische Präsident und
die Regierung wurden am 27. Februar 2014 durch eine überwältigende Mehrheit
im Parlament der Ukraine anerkannt (371 von 417 abgegebenen Stimmen). Dieses
Parlament wurde am 28. Oktober 2012 gewählt. Das russische Außenministerium sagte
zu diesem Zeitpunkt, dass die Wahlen friedlich, ohne Ausschreitungen und entsprechend
allgemeingültiger Standards abgehalten wurden und das Engagement der Ukraine für
Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bestätigten. Das Parlament, das Russland damals als
legitim bezeichnete, kann nun kaum als illegitim gelten.“® Und warum sollte ein
Parlament, das 2012 gewählt wurde, eine Marionette der USA anerkennen? Kamen
die Befehle aus dem Moskauer FSB?
Victoria
Nuland,
Obamas
Chefdiplomatin
für
Europa,
hielt
2013
eine
wenig
beachtete Rede vor der U.S.-Ukraine Foundation. Darin erklärte sie, dass die USA seit
1991 insgesamt fünf Milliarden Dollar in das Land investiert haben um einen Rückfall
in sowjetische Verhältnisse zu verhindern. Diese Aussage passt mal wieder perfekt in
die Strategie der USA, schamlos mit ihren Geldtransfers und Weltmachtambitionen zu
prahlen, um den Hass der Weltöffentlichkeit auf sich zu ziehen. Je mehr die USA in
Verruf geraten, umso mehr auch der Kapitalismus (siehe S.187). Die alternativen Medien
nahmen diese Aussagen zum Anlass, eine Falschbehauptung aufzustellen, nämlich, dass
die USA fünf Milliarden Dollar in den Maidan-Aufstand investiert hätten. Sie sprach
aber über den Zeitraum von 23 Jahren. Wie bereits erwähnt, beliefen sich allein die
Spenden der deutschen Regierung für Jelzins Wahlkampf auf 126 Milliarden D-Mark
(siehe S.80). Dem Westen mit einem Rückfall in den Kommunismus zu drohen und
somit Spendengelder für pro-westliche Kandidaten zu erhaschen, die in Wahrheit
nicht pro-westlich waren, gehörte in Phase 3 der Taktik des gesamten Ostblocks.
Hunderte Milliarden, wenn nicht Billionen, an westlichen Steuergeldern wurden
dafür verschwendet. Dagegen wirken fünf Milliarden Dollar in einem Zeitraum von
beachtete Rede vor der U.S.-Ukraine Foundation. Darin erklärte sie, dass die USA seit
1991 insgesamt fünf Milliarden Dollar in das Land investiert haben um einen Rückfall
in sowjetische Verhältnisse zu verhindern. Diese Aussage passt mal wieder perfekt in
die Strategie der USA, schamlos mit ihren Geldtransfers und Weltmachtambitionen zu
prahlen, um den Hass der Weltöffentlichkeit auf sich zu ziehen. Je mehr die USA in
Verruf geraten, umso mehr auch der Kapitalismus (siehe S.187). Die alternativen Medien
nahmen diese Aussagen zum Anlass, eine Falschbehauptung aufzustellen, nämlich, dass
die USA fünf Milliarden Dollar in den Maidan-Aufstand investiert hätten. Sie sprach
aber über den Zeitraum von 23 Jahren. Wie bereits erwähnt, beliefen sich allein die
Spenden der deutschen Regierung für Jelzins Wahlkampf auf 126 Milliarden D-Mark
(siehe S.80). Dem Westen mit einem Rückfall in den Kommunismus zu drohen und
somit Spendengelder für pro-westliche Kandidaten zu erhaschen, die in Wahrheit
nicht pro-westlich waren, gehörte in Phase 3 der Taktik des gesamten Ostblocks.
Hunderte Milliarden, wenn nicht Billionen, an westlichen Steuergeldern wurden
dafür verschwendet. Dagegen wirken fünf Milliarden Dollar in einem Zeitraum von
220