erlangen,
um
möglichst
hohe
Schlüsselpositionen
in
diesen
Bewegungen
einzunehmen.*'®
Wie in Russland war auch der „Umbruch“ in Osteuropa nichts weiter als ein
medienwirksam inszenierter Machtwechsel. Die Dissidenten waren wie beim Prager
Frühling (siehe S.76) lange zuvor herangezüchtet worden. Im Gegensatz zu der
gescheiterten Generalprobe aus dem Jahr 1968 gingen die Machtwechsel ab 1991
erfolgreich, d.h. unblutig und für die Öffentlichkeit glaubhafter, vonstatten. Die
Befehle kamen weiterhin aus Moskau, die alte sowjetische Bürokratie wurde nur leicht
liberalisiert und die neuen Machthaber beuteten ihre Untertanen weiterhin aus.“!? Dass
die neuen Regierungen weiterhin von Moskau kontrolliert wurden, bedeutete aber nicht
zwingend, dass neue Wahlen und Protestbewegungen daran nichts ändern konnten.
Pro-westliche Politiker, die in den neuen Ostblockländern an die Macht kamen,
mussten jedoch oft um ihr Leben fürchten, wie z.B. der ukrainische Präsident Wiktor
Juschtschenko, der 2004 vom ukrainischen Inlandsgeheimdienst, der weiterhin in den
Diensten der Langzeitstrategie arbeitet, lebensgefährlich mit Dioxin vergiftet wurde.
Mit der Ermordung der ebenfalls nach Westen orientierten polnischen Regierung
bei dem vermeintlichen „Flugzeugabsturz“ in Smolensk, bekamen die Politiker im
Ostblock nochmals ein deutliches Warnsignal von Putin. Wer Russland nicht Folge
leistet, lebt gefährlich!
Wie in Russland war auch der „Umbruch“ in Osteuropa nichts weiter als ein
medienwirksam inszenierter Machtwechsel. Die Dissidenten waren wie beim Prager
Frühling (siehe S.76) lange zuvor herangezüchtet worden. Im Gegensatz zu der
gescheiterten Generalprobe aus dem Jahr 1968 gingen die Machtwechsel ab 1991
erfolgreich, d.h. unblutig und für die Öffentlichkeit glaubhafter, vonstatten. Die
Befehle kamen weiterhin aus Moskau, die alte sowjetische Bürokratie wurde nur leicht
liberalisiert und die neuen Machthaber beuteten ihre Untertanen weiterhin aus.“!? Dass
die neuen Regierungen weiterhin von Moskau kontrolliert wurden, bedeutete aber nicht
zwingend, dass neue Wahlen und Protestbewegungen daran nichts ändern konnten.
Pro-westliche Politiker, die in den neuen Ostblockländern an die Macht kamen,
mussten jedoch oft um ihr Leben fürchten, wie z.B. der ukrainische Präsident Wiktor
Juschtschenko, der 2004 vom ukrainischen Inlandsgeheimdienst, der weiterhin in den
Diensten der Langzeitstrategie arbeitet, lebensgefährlich mit Dioxin vergiftet wurde.
Mit der Ermordung der ebenfalls nach Westen orientierten polnischen Regierung
bei dem vermeintlichen „Flugzeugabsturz“ in Smolensk, bekamen die Politiker im
Ostblock nochmals ein deutliches Warnsignal von Putin. Wer Russland nicht Folge
leistet, lebt gefährlich!
Mit
diesem
Vorwissen
erscheinen
die
Proteste
in
der
Ukraine
ab
dem
21.
November
2013 in einem ganz anderen Licht: Die alternativen Medien schieben die Aufstände
auf amerikanische Geheimdienste, Stiftungen, NGOS und Regierungsorganisationen.
Deren Beteiligung will ich nicht leugnen, doch aufgrund der langen Erfahrung der
Ostblock-Elite mit der Ausbildung von gesteuerten Dissidenten und der Herbeiführung
künstlicher Revolutionen muss man bei jeder Revolution in den ehemaligen
Satelliten-Staaten äußerst misstrauisch sein. Die Russen sind Meister darin, Leute
in Machtpositionen zu bringen, die eine antirussische Rolle spielen. Zumal die
Behauptung, der Westen stecke hinter Unruhen im eigenen Land, einer der ältesten
Tricks im russischen Propaganda-Handbuch ist. Selbst wenn der US-Machtapparat
bestimmte Personalien unterstützt, muss das nicht bedeuten, dass diese nicht mehr
loyal zu Moskau und der Langzeitstrategie sind. Nehmen wir als Beispiel Julia
Timoschenko, die sich zwar als energische Gegnerin Putins ausgab, doch schon in
den Neunzigern unter russischen Marionetten-Regierungen als Oligarchin prächtige
Geschäfte machen konnte. 2009 fädelte sie einen für Russland äußerst profitablen
Gas-Deal ein. Im Gegensatz zu ihrem angeblichen politischen Partner Juschtschenko,
mit dem sie sich jedoch kurz nach dessen Regierungsantritt zerstritt, wurde auf sie
kein Anschlag verübt. Selbstverständlich fanden auch unter Timoschenko keine
weitreichenden wirtschaftlichen Liberalisierungen statt. Präsident Putin konnte mit
seiner „Feindin“ sehr zufrieden sein.
2013 in einem ganz anderen Licht: Die alternativen Medien schieben die Aufstände
auf amerikanische Geheimdienste, Stiftungen, NGOS und Regierungsorganisationen.
Deren Beteiligung will ich nicht leugnen, doch aufgrund der langen Erfahrung der
Ostblock-Elite mit der Ausbildung von gesteuerten Dissidenten und der Herbeiführung
künstlicher Revolutionen muss man bei jeder Revolution in den ehemaligen
Satelliten-Staaten äußerst misstrauisch sein. Die Russen sind Meister darin, Leute
in Machtpositionen zu bringen, die eine antirussische Rolle spielen. Zumal die
Behauptung, der Westen stecke hinter Unruhen im eigenen Land, einer der ältesten
Tricks im russischen Propaganda-Handbuch ist. Selbst wenn der US-Machtapparat
bestimmte Personalien unterstützt, muss das nicht bedeuten, dass diese nicht mehr
loyal zu Moskau und der Langzeitstrategie sind. Nehmen wir als Beispiel Julia
Timoschenko, die sich zwar als energische Gegnerin Putins ausgab, doch schon in
den Neunzigern unter russischen Marionetten-Regierungen als Oligarchin prächtige
Geschäfte machen konnte. 2009 fädelte sie einen für Russland äußerst profitablen
Gas-Deal ein. Im Gegensatz zu ihrem angeblichen politischen Partner Juschtschenko,
mit dem sie sich jedoch kurz nach dessen Regierungsantritt zerstritt, wurde auf sie
kein Anschlag verübt. Selbstverständlich fanden auch unter Timoschenko keine
weitreichenden wirtschaftlichen Liberalisierungen statt. Präsident Putin konnte mit
seiner „Feindin“ sehr zufrieden sein.
Sehen
wir
uns
doch
mal
die
heutigen
„Feinde“
Putins
an:
Niemand
wird
leugnen
können, dass der beim ,,Euromaidan® gestürzte Präsident Janukowitsch eine korrupte,
geldgierige Marionette Putins war. Niemand außer den alternativen Medien natürlich!
Der exorbitante Prunk, in dem der Staatschef lebte, ließ die Unterkiefer der
Demonstranten, die sein 140 Hektar großes Anwesen nach seiner Abdankung stürmten,
können, dass der beim ,,Euromaidan® gestürzte Präsident Janukowitsch eine korrupte,
geldgierige Marionette Putins war. Niemand außer den alternativen Medien natürlich!
Der exorbitante Prunk, in dem der Staatschef lebte, ließ die Unterkiefer der
Demonstranten, die sein 140 Hektar großes Anwesen nach seiner Abdankung stürmten,
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