der
iranischen
Regierung
würde
Wisnewski
nicht
bei
seiner
Berichterstattung
blenden
lassen.
lassen.
Die
allgemein
verbreitete
Meinung
über
journalistische
Standards
im
Westen,
ist in etwa folgende: Da Informationen von Menschen immer subjektiv aufgenommen
und vermittelt werden, kann man sich dem Ziel ‚Objektivität‘ im Journalismus nur
nähern, es aber nie vollständig erreichen.“ Das ist leider das Problem am „objektiven“
Journalismus. Da ein Kommunist den Kommunismus für die beste Staatsform hält,
ist eine positive Berichterstattung über ein kommunistisches Land in seinen Augen
„objektiv“. Anstatt auf „objektive“ Berichterstattung zu pochen, sollte der moderne
Journalismus des 21. Jahrhunderts vielmehr Wert darauf legen, ob ein Bericht
„falsch“ oder „wahr“ ist. Da es nun mal die Wahrheit ist, dass jeder Mensch der
vollständige Besitzer seines eigenen Körpers ist, muss „wahre“ Berichterstattung
auch libertäre Berichterstattung sein. Wisnewski legte diese libertären Standards an
seinen Bericht über den Iran nicht an. Somit schlichen sich leider einige Unwahrheiten
in seinen Reisebericht. Fast exakt drei Jahre nach Wisnewskis Reise bekam ich selbst
die Möglichkeit, den Iran, auf Einladung eines Freundes, zu bereisen und mir selbst ein
Bild des islamischen Gottesstaats zu machen. Ohne Details über Wisnewskis zehntägige
Reise zu kennen, meine ich, den Iran besser kennen gelernt zu haben als Wisnewski,
da ich bei einer iranischen Familie unterkam und mein Freund die persische Sprache
beherrschte. Da Wisnewski wohl von Vertretern der Regierung durch das Land geführt
wurde, glaube ich nicht, dass er viel Kontakt zum persischen Mittelstand hatte, der
sich ihm gegenüber offen und ehrlich über die iranische Politik hätte äußern können.
Kaum ein Iraner beherrscht die englische Sprache. Als europäischer Ausländer ist es
trotz der persischen Gastfreundlichkeit sehr schwer, mit Fremden in Kontakt zu treten.
Es scheitert meist an der Sprache.
ist in etwa folgende: Da Informationen von Menschen immer subjektiv aufgenommen
und vermittelt werden, kann man sich dem Ziel ‚Objektivität‘ im Journalismus nur
nähern, es aber nie vollständig erreichen.“ Das ist leider das Problem am „objektiven“
Journalismus. Da ein Kommunist den Kommunismus für die beste Staatsform hält,
ist eine positive Berichterstattung über ein kommunistisches Land in seinen Augen
„objektiv“. Anstatt auf „objektive“ Berichterstattung zu pochen, sollte der moderne
Journalismus des 21. Jahrhunderts vielmehr Wert darauf legen, ob ein Bericht
„falsch“ oder „wahr“ ist. Da es nun mal die Wahrheit ist, dass jeder Mensch der
vollständige Besitzer seines eigenen Körpers ist, muss „wahre“ Berichterstattung
auch libertäre Berichterstattung sein. Wisnewski legte diese libertären Standards an
seinen Bericht über den Iran nicht an. Somit schlichen sich leider einige Unwahrheiten
in seinen Reisebericht. Fast exakt drei Jahre nach Wisnewskis Reise bekam ich selbst
die Möglichkeit, den Iran, auf Einladung eines Freundes, zu bereisen und mir selbst ein
Bild des islamischen Gottesstaats zu machen. Ohne Details über Wisnewskis zehntägige
Reise zu kennen, meine ich, den Iran besser kennen gelernt zu haben als Wisnewski,
da ich bei einer iranischen Familie unterkam und mein Freund die persische Sprache
beherrschte. Da Wisnewski wohl von Vertretern der Regierung durch das Land geführt
wurde, glaube ich nicht, dass er viel Kontakt zum persischen Mittelstand hatte, der
sich ihm gegenüber offen und ehrlich über die iranische Politik hätte äußern können.
Kaum ein Iraner beherrscht die englische Sprache. Als europäischer Ausländer ist es
trotz der persischen Gastfreundlichkeit sehr schwer, mit Fremden in Kontakt zu treten.
Es scheitert meist an der Sprache.
Die
wichtigste
historische
Lektion
über
den
Iran,
wird
von
Wisnewskis
Reisebericht
nicht angesprochen: Die meisten Iraner sind Perser und Perser sind keine Araber!
Perser sind eine ethnische Gruppe, deren Geschichte über ein Jahrtausend
weiter zurückreicht als die des Islam. Die persische Kultur war in jeder Hinsicht
fortschrittlicher als die islamische Kultur, von der sie 651 n. Chr. erobert wurde.
Die Perser waren ein sesshaftes, zivilisiertes Händlervolk, in deren Reich kultureller
und wissenschaftlicher Fortschritt einen deutlich größeren Nährboden fand als in
islamischen Gesellschaften. Die Eroberung durch die arabischen Barbaren bedeutete
den tiefsten Bruch in der damals schon über ein Jahrtausend alten Geschichte Irans.
Die anerkannte Religion der Perser war vor der arabischen Eroberung der
polytheistische „Zoroastrismus“, der mehr dem griechischen Hellenismus oder
den babylonischen Mysterien-Religionen glich als dem Islam. Die Islamisierung
der Perser wurde, wie für die Araber üblich, mit Gewalt durchgesetzt. Wer nicht
zum Islam übertrat, musste mit extremen Einschränkungen seines Besitzes oder seiner
Freiheit rechnen. Da die persische Kultur wenig mit der arabischen zu tun hatte und
die Araber die Perser damals unterwarfen, müssen die Perser und Araber historisch
als grundsätzlich feindliche Gruppen aufgefasst werden. Die Perser wurden
Opfer einer gewaltsamen Islamisierung, und sie sind es bis heute. Das Festhalten an
nicht angesprochen: Die meisten Iraner sind Perser und Perser sind keine Araber!
Perser sind eine ethnische Gruppe, deren Geschichte über ein Jahrtausend
weiter zurückreicht als die des Islam. Die persische Kultur war in jeder Hinsicht
fortschrittlicher als die islamische Kultur, von der sie 651 n. Chr. erobert wurde.
Die Perser waren ein sesshaftes, zivilisiertes Händlervolk, in deren Reich kultureller
und wissenschaftlicher Fortschritt einen deutlich größeren Nährboden fand als in
islamischen Gesellschaften. Die Eroberung durch die arabischen Barbaren bedeutete
den tiefsten Bruch in der damals schon über ein Jahrtausend alten Geschichte Irans.
Die anerkannte Religion der Perser war vor der arabischen Eroberung der
polytheistische „Zoroastrismus“, der mehr dem griechischen Hellenismus oder
den babylonischen Mysterien-Religionen glich als dem Islam. Die Islamisierung
der Perser wurde, wie für die Araber üblich, mit Gewalt durchgesetzt. Wer nicht
zum Islam übertrat, musste mit extremen Einschränkungen seines Besitzes oder seiner
Freiheit rechnen. Da die persische Kultur wenig mit der arabischen zu tun hatte und
die Araber die Perser damals unterwarfen, müssen die Perser und Araber historisch
als grundsätzlich feindliche Gruppen aufgefasst werden. Die Perser wurden
Opfer einer gewaltsamen Islamisierung, und sie sind es bis heute. Das Festhalten an
211