Gleichberechtigung
von
Mann
und
Frau.*”®
Das
trug
ihm
breite
Zustimmung,
u.a.
von den iranischen Frauen, ein. Nachdem Khomeini seinen Gottesstaat errichtet hatte,
entpuppten sich seine liberalen Versprechungen als Schall und Rauch. Die linken und
auch die liberalen Revolutionäre wurden in einer umfassenden Verfolgungswelle, die im
ganzen Land Tausende von Opfern forderte, kaltgestellt. Ob die linken oder islamischen
Revolutionäre sich durchgesetzt haben, spielt indes kaum eine Rolle, da das Ergebnis
in beiden Fällen ein rückständiges Land mit einer unterdrückten Bevölkerung gewesen
wäre. Sogar der Personenkult um die islamistischen Revolutionsführer Khomeini und
Chamenei ist dem Personenkult um Lenin zum Verwechseln ähnlich.
von den iranischen Frauen, ein. Nachdem Khomeini seinen Gottesstaat errichtet hatte,
entpuppten sich seine liberalen Versprechungen als Schall und Rauch. Die linken und
auch die liberalen Revolutionäre wurden in einer umfassenden Verfolgungswelle, die im
ganzen Land Tausende von Opfern forderte, kaltgestellt. Ob die linken oder islamischen
Revolutionäre sich durchgesetzt haben, spielt indes kaum eine Rolle, da das Ergebnis
in beiden Fällen ein rückständiges Land mit einer unterdrückten Bevölkerung gewesen
wäre. Sogar der Personenkult um die islamistischen Revolutionsführer Khomeini und
Chamenei ist dem Personenkult um Lenin zum Verwechseln ähnlich.
Der
ehemalige
CIA-Agent
Robert
Baer
schreibt
hierzu:
1972
unterschrieben
Ayatollah Khomeini und Arafat im irakischen Nadschaf eine Vereinbarung,
der zufolge islamische Kämpfer in Lagern der Fatah im Südlibanon ausgebildet
werden. Beinahe jeder spätere Führer der iranischen Revolution durchlief eines
dieser Trainingscamps: vom Sohn des Ayatollah, Ahmad Khomeini, bis hin zu Mustafa
Chamran, dem ersten Kommandeur der Pasdaran. Als der Schah am 16. Januar 1979 aus
dem Iran floh und Khomeini zwei Wochen später in das Land zurückkehrte, überraschte
es niemanden, dass der iranische Revolutionsführer das erste Telefonat von seinem Büro
aus mit Arafat fiihrte.*** Der zur CIA übergelaufene Revolutionswächter Reza Kahlili
(Deckname) erzählte: Von meinem Kommandanten, Rahim, habe ich erfahren, dass
Revolutionswiichter in einem chinesischen Militdrstiitzpunkt ausgebildet werden, und die
Sowjets unterstützen die Mullahs beim Aufbau ihrer Geheim- und Sicherbeitsdienste.
Sie tragen letztlich die Verantwortung dafür, dass im Evin-Gefingnis gefoltert wird und
dass man Liigendetektoren und Wahrheitsdrogen einsetzt. Und dort sperrt man nicht nur
Staatsfeinde ein, sondern alle politischen Abweichler, von Journalisten bis zu halbwiichsigen
Mädchen. [...] Ich habe gesehen wie sich sowjetische Diplomaten und Geschäftsleute
mit hochrangigen Vertretern der islamischen Regierung trafen.“
Ayatollah Khomeini und Arafat im irakischen Nadschaf eine Vereinbarung,
der zufolge islamische Kämpfer in Lagern der Fatah im Südlibanon ausgebildet
werden. Beinahe jeder spätere Führer der iranischen Revolution durchlief eines
dieser Trainingscamps: vom Sohn des Ayatollah, Ahmad Khomeini, bis hin zu Mustafa
Chamran, dem ersten Kommandeur der Pasdaran. Als der Schah am 16. Januar 1979 aus
dem Iran floh und Khomeini zwei Wochen später in das Land zurückkehrte, überraschte
es niemanden, dass der iranische Revolutionsführer das erste Telefonat von seinem Büro
aus mit Arafat fiihrte.*** Der zur CIA übergelaufene Revolutionswächter Reza Kahlili
(Deckname) erzählte: Von meinem Kommandanten, Rahim, habe ich erfahren, dass
Revolutionswiichter in einem chinesischen Militdrstiitzpunkt ausgebildet werden, und die
Sowjets unterstützen die Mullahs beim Aufbau ihrer Geheim- und Sicherbeitsdienste.
Sie tragen letztlich die Verantwortung dafür, dass im Evin-Gefingnis gefoltert wird und
dass man Liigendetektoren und Wahrheitsdrogen einsetzt. Und dort sperrt man nicht nur
Staatsfeinde ein, sondern alle politischen Abweichler, von Journalisten bis zu halbwiichsigen
Mädchen. [...] Ich habe gesehen wie sich sowjetische Diplomaten und Geschäftsleute
mit hochrangigen Vertretern der islamischen Regierung trafen.“
Khomeini
näherte
sich
nach
seiner
Machtübernahme
allmählich
dem
antiwestlichen
russisch-chinesischen Block an. Heute ist das iranische Mullah-Regime neben Saudi-
Arabien einer der wichtigsten Sponsoren des islamischen Terrors in der Region.
russisch-chinesischen Block an. Heute ist das iranische Mullah-Regime neben Saudi-
Arabien einer der wichtigsten Sponsoren des islamischen Terrors in der Region.
F.3.
Wisnewskis
Reise
in
den
Iran
Am
19.
April
reiste
Gerhard
Wisnewski
mit
einer
Reisegruppe
von
16
deutschen
Journalisten, Filmemachern, Künstlern und Intellektuellen in den Iran. Den Iran zu
journalistischen Zwecken zu besuchen, ist sicher keine falsche Entscheidung. Auch
dass die vom iranischen Staat finanzierte Webseite „muslim-markt.de“ die Reise
organisierte und vermutlich auch sponserte, ist moralisch vertretbar, solange man
sich nicht von deren großzügiger Geste beeinflussen lässt. Als politisch interessierter
Mensch lechze ich natürlich nach einem neutralen Bericht über den Iran, denn die
sozialistischen Mainstream-Medien aus Deutschland würden sicher auch negativ über
den Iran berichten, wäre er ein libertäres Paradies ohne staatliche Zwänge. Wisnewski
bekam obendrein das Privileg, dem damaligen Präsidenten Ahmadinedschad in einer
Privataudienz die Hand zu schütteln. Ich hatte dennoch die Hoffnung, dieser Flirt mit
Journalisten, Filmemachern, Künstlern und Intellektuellen in den Iran. Den Iran zu
journalistischen Zwecken zu besuchen, ist sicher keine falsche Entscheidung. Auch
dass die vom iranischen Staat finanzierte Webseite „muslim-markt.de“ die Reise
organisierte und vermutlich auch sponserte, ist moralisch vertretbar, solange man
sich nicht von deren großzügiger Geste beeinflussen lässt. Als politisch interessierter
Mensch lechze ich natürlich nach einem neutralen Bericht über den Iran, denn die
sozialistischen Mainstream-Medien aus Deutschland würden sicher auch negativ über
den Iran berichten, wäre er ein libertäres Paradies ohne staatliche Zwänge. Wisnewski
bekam obendrein das Privileg, dem damaligen Präsidenten Ahmadinedschad in einer
Privataudienz die Hand zu schütteln. Ich hatte dennoch die Hoffnung, dieser Flirt mit
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