Mohammeds Lehren führten zur „Sakralisierung der Barbarei“ sowohl der
arabischen und später der türkischen Nomadenstämme. Die Nomaden kämpften,
raubten, mordeten, brandschatzten und versklavten wie bisher, sie taten es nun aber
im Namen Allahs und mit dem Anspruch, den wahren Glauben durchzusetzen.” Die
einzige Profession der Nomadenvölker bestand darin, Juden und Christen auszubeuten,
und sie danach zur Konvertierung zu zwingen. Für die Erhaltung und Expansion
ihrer islamischen Herrschaft konnten sie auf das Wissen und die Fähigkeiten der
Ungläubigen jedoch nicht verzichten. Christliche und jüdische Lehrer, Architekten,
Ärzte, Bauern wurden von den Nomaden wirtschaftlich ausgepresst und ihr Wissen
für die Verbreitung des Islam missbraucht. Die Ausbeutung ist der Motor des Islam,
deshalb funktionierte seine Expansion auch nur, solange es genug Ungläubige zum
Ausbeuten gab. Den Eroberungen der Araber und Türken folgte keine Phase der
Konsolidierung, in der die schöpferischen Kräfte des Islam sich hätten entfalten
können. Für die Osmanen, die nicht erst mit der Eroberung Konstantinopels im Jahre
1453 die Araber als Träger des Dschihad abgelöst hatten, machte sich die Geist- und
Wissenschaftsfeindlichkeit des Islam - vom 16. Jahrhundert an, zunächst schleichend,
dann immer deutlicher - störend bemerkbar in ihrer Unfähigkeit, mit den Armeen
Europas technisch Schritt zu halten. Bereits die Eroberung Konstantinopels wäre
ohne die Arbeit ungarischer Kanonengießer - also europäischer Christen - nicht zu
bewerkstelligen gewesen. Die technologische Rückständigkeit der islamischen Welt
stellte im 15. Jahrhundert noch keinen entscheidenden strategischen Nachteil dar.
Die ähnlich rückständige und wissenschaftsfeindliche Katholische Kirche hatte die
Entwicklung der christlichen Gesellschaften ebenfalls gehemmt. Spätestens im 19.
Jahrhundert nach der Aufklärung und der Industriellen Revolution im Westen
wurde den islamischen Führern klar, dass sie sich nicht mehr militärisch mit
der westlichen Zivilisation anlegen konnten. Der offensive Dschihad war damit
zwangsläufig beendet. Der Islam stürzte in eine schwere Krise.

Geist- und Wissenschaftsfeindlichkeit, Ausbeutung, Unterdrückung, Millionen
Tote, keinerlei Fortschritt; eine krude Ideologie und Demagogen, die sie mit Lügen
und Doppelmoral verteidigen. Klingelt da was bei Ihnen? Richtig: Die Parallelen
zwischen Islam und Kommunismus sind unverkennbar. Man könnte auch sagen,
wir haben es bei Islam und Kommunismus mit ähnlich geartetem antikapitalistischem
Aberglauben zu tun. Überall, wo der Islam und der Kommunismus herrschten,
konnte keine komplexe, arbeitsteilige Wirtschaft entstehen bzw. ihre Entwicklung
wurde stark eingeschränkt. Beide Aberglauben warfen die von ihnen erfassten Gebiete
zivilisatorisch zurück und waren Sand im Getriebe der Moderne. Der Aberglaube an
die Katholische Kirche wurde im Westen zu großen Teilen vom Aberglauben an
den Sozialismus ersetzt, wobei die Katholische Kirche den Sozialismus unterstützt
und andersherum. Auch die Evangelische Kirche vertritt keine Reformbewegung
zugunsten der wahren Lehre Jesu, schließlich ist sie ja eine „Kirche“ und ihre Anhänger
folgen einer „Religion“ (siehe S.203). Dennoch hängt der Irrglaube an den Sozialismus
nur bedingt mit der christlichen Religion zusammen. Wer in unserer modernen,
westlichen Welt an Jesus glaubt, wird teilweise belächelt. Wer jedoch an den Sozialstaat

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