die
Frevler.
Und
fürwahr
du
findest,
dass
sie
noch
gieriger
am
Leben
hängen
als
die Götzendiener. Der eine von ihnen wünscht 1000 Jahre zu leben; aber nicht brächte
er sich fern von der Strafe, auch wenn er am Leben bliebe. Und Allah schaut ihr Tun.”
Durch die Ausrichtung auf das Paradies nach dem Tod impliziert der Koran eine
zynische Verachtung des Lebens an sich. Wie uns der vorangegangene Vers klarmachen
will, haben die Juden und Christen Angst vor der Strafe Allahs, weshalb sie am Leben
hängen. Der Koran sagt den Muslimen, sie seien besser als andere Religiöse, weil ihr
Leben ihnen egal ist, solange sie im Jenseits für ihre Taten belohnt werden.
die Götzendiener. Der eine von ihnen wünscht 1000 Jahre zu leben; aber nicht brächte
er sich fern von der Strafe, auch wenn er am Leben bliebe. Und Allah schaut ihr Tun.”
Durch die Ausrichtung auf das Paradies nach dem Tod impliziert der Koran eine
zynische Verachtung des Lebens an sich. Wie uns der vorangegangene Vers klarmachen
will, haben die Juden und Christen Angst vor der Strafe Allahs, weshalb sie am Leben
hängen. Der Koran sagt den Muslimen, sie seien besser als andere Religiöse, weil ihr
Leben ihnen egal ist, solange sie im Jenseits für ihre Taten belohnt werden.
Im
Christentum
sind
die
Menschen
vor
Gott
alle
gleich
-
er
liebt
alle
Menschen, nicht etwa nur die Christen. Vor allem die Lehre Jesu war äußert
undogmatisch und predigte Toleranz gegenüber allen anderen Menschen, auch
Andersgläubigen. Jesus hatte nie geplant, eine Religion zu gründen. Sie entstand
nach seinem Tod, weil seine Anhänger seine Lehren verbreiten wollten. Später
wurden die Botschaften Jesu von der Katholischen Kirche pervertiert und 380 n. Chr.
zur Staatsreligion des Römischen Reiches gemacht. Die römische Kirche in ihrer Gier
nach Macht verwandelte die Vorsteher der religiösen Gemeinden zu „Stellvertretern
Gottes“, die Dogmen aufstellten, deren Begründung nirgends nachzulesen war. Der
Machtwahn der Päpste, die Verfolgung von Ketzern und Hexen sowie die blutigen
Kreuzzüge der Katholischen Kirche sind nicht zu leugnen. Die Anführer der
Katholischen Kirche und die Anführer des Islam sind also mehr oder weniger Brüder
im Geiste. Beiden Religionen geht es nur darum, ihren Einfluss auf der ganzen
Welt zu verbreiten. Doch im Gegensatz zum Islam hatte die Katholische Kirche
immer ein Rechtfertigungsproblem: Sie steht im Widerspruch zur eigentlichen
Botschaft Jesu! Die Liebe zu Gott verwandelt sich in ihr Gegenteil, wenn sie von der
Katholischen Kirche mit Sanktionsdrohung gefordert wird. Sie wird, wie im Islam,
zur „Furcht vor Gott“. Der Andersgläubige erfährt nicht mehr die Liebe Gottes, so
wie Jesus es ihm versprach. In der Katholischen Kirche und im Islam gibt es kein
Heil außerhalb der Religionsgemeinschaft. Deshalb wollte Jesus nie eine Religion
gründen, denn die Liebe zu Gott sollte nicht anhand der Zugehörigkeit zu einer
Gruppe geprüft werden. Der innere „Glaube“ an Gott und die „Religion“ als ein
politisches und soziales System bildeten immer einen unauflösbaren Widerspruch der
Katholischen Kirche. Dieser Widerspruch musste zwangsläufig Opposition in Gestalt
der Ketzerei, später in der des Protestantismus auf den Plan rufen. Das Christentum ist
kritisierbar, da man sich auf die Lehren Jesu berufen kann, und es war deshalb immer
wieder zu Eingeständnissen gegenüber den Gläubigen gezwungen. Im Islam ist diese
Kritik jedoch nicht möglich, denn erstens lässt sich über den Koran als das „Wort
Gottes” nicht diskutieren, da er für den Moslem richtig sein muss. Zweitens ist der
Koran autoritärer, kriegerischer und freiheitsfeindlicher als die Bibel. Der Islam wurde
von dem Propheten Mohammed von Anfang an als eine institutionelle „Religion“
entwickelt, deren zentraler Gedanke der Gehorsam ist. Der Wandel von „Glaube“
zu „Religion“ wurde im Islam bereits vom Religionsstifter vollzogen. Man kann
den Islam nicht reformieren, indem man sich auf die ursprüngliche Botschaft des
Korans bezieht. Das funktioniert nur beim Christentum. Eine Modernisierung des
Menschen, nicht etwa nur die Christen. Vor allem die Lehre Jesu war äußert
undogmatisch und predigte Toleranz gegenüber allen anderen Menschen, auch
Andersgläubigen. Jesus hatte nie geplant, eine Religion zu gründen. Sie entstand
nach seinem Tod, weil seine Anhänger seine Lehren verbreiten wollten. Später
wurden die Botschaften Jesu von der Katholischen Kirche pervertiert und 380 n. Chr.
zur Staatsreligion des Römischen Reiches gemacht. Die römische Kirche in ihrer Gier
nach Macht verwandelte die Vorsteher der religiösen Gemeinden zu „Stellvertretern
Gottes“, die Dogmen aufstellten, deren Begründung nirgends nachzulesen war. Der
Machtwahn der Päpste, die Verfolgung von Ketzern und Hexen sowie die blutigen
Kreuzzüge der Katholischen Kirche sind nicht zu leugnen. Die Anführer der
Katholischen Kirche und die Anführer des Islam sind also mehr oder weniger Brüder
im Geiste. Beiden Religionen geht es nur darum, ihren Einfluss auf der ganzen
Welt zu verbreiten. Doch im Gegensatz zum Islam hatte die Katholische Kirche
immer ein Rechtfertigungsproblem: Sie steht im Widerspruch zur eigentlichen
Botschaft Jesu! Die Liebe zu Gott verwandelt sich in ihr Gegenteil, wenn sie von der
Katholischen Kirche mit Sanktionsdrohung gefordert wird. Sie wird, wie im Islam,
zur „Furcht vor Gott“. Der Andersgläubige erfährt nicht mehr die Liebe Gottes, so
wie Jesus es ihm versprach. In der Katholischen Kirche und im Islam gibt es kein
Heil außerhalb der Religionsgemeinschaft. Deshalb wollte Jesus nie eine Religion
gründen, denn die Liebe zu Gott sollte nicht anhand der Zugehörigkeit zu einer
Gruppe geprüft werden. Der innere „Glaube“ an Gott und die „Religion“ als ein
politisches und soziales System bildeten immer einen unauflösbaren Widerspruch der
Katholischen Kirche. Dieser Widerspruch musste zwangsläufig Opposition in Gestalt
der Ketzerei, später in der des Protestantismus auf den Plan rufen. Das Christentum ist
kritisierbar, da man sich auf die Lehren Jesu berufen kann, und es war deshalb immer
wieder zu Eingeständnissen gegenüber den Gläubigen gezwungen. Im Islam ist diese
Kritik jedoch nicht möglich, denn erstens lässt sich über den Koran als das „Wort
Gottes” nicht diskutieren, da er für den Moslem richtig sein muss. Zweitens ist der
Koran autoritärer, kriegerischer und freiheitsfeindlicher als die Bibel. Der Islam wurde
von dem Propheten Mohammed von Anfang an als eine institutionelle „Religion“
entwickelt, deren zentraler Gedanke der Gehorsam ist. Der Wandel von „Glaube“
zu „Religion“ wurde im Islam bereits vom Religionsstifter vollzogen. Man kann
den Islam nicht reformieren, indem man sich auf die ursprüngliche Botschaft des
Korans bezieht. Das funktioniert nur beim Christentum. Eine Modernisierung des
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