des Selbsteigentums, wie das Gebot der Nächstenliebe Du sollst deinen Nächsten lieben
wie dich selbst“ (Lev, 19,18), 1.Johannes, 4,20 oder: So jemand spricht: ‚Ich liebe Gott‘,
und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Oder die zehn Gebote.

Der Koran hat diese Regeln auch, doch sie gelten nur für Muslime! Das
Tötungsverbot schließt nur Anhänger des islamischen Glaubens mit ein. So ziehen
Muslime gerne Sure 5, Vers 32 heran, um zu belegen, was für ein friedliches Buch der
Koran doch ist: Aus diesem Grunde haben wir den Kindern Israel verordnet, dass wer eine
Seele ermordet, ohne dass er einen Mord oder eine Gewalttat im Lande begangen hat, soll sein
wie einer, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer einen am Leben hält, soll sein,
als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten.” Doch gleich im darauffolgenden
Vers 33 wird die Ausnahme von diesem Tötungsverbot festgelegt: Siehe, der Lohn derer,
welche Allah und seinen Gesandten befehden und Verderben auf der Erde betreiben, ist nur
der, dass sie getötet oder gekreuzigt oder an Händen und Füßen wechselseitig verstümmelt
oder aus dem Lande vertrieben werden. Das ist ihr Lohn hienieden, und im Jenseits wird
ihnen schmerzliche Strafe. Sure 4 Vers 92 macht unverständlich klar, dass das biblische
Du sollst nicht töten im Islam nur für die Gläubigen gilt: Ein Gläubiger darf keinen
Gläubigen töten, es sei denn aus Versehen [...].”® Die Intoleranz gegenüber den
Ungläubigen macht den Koran zu einem antifreiheitlichen Schriftstück, das seit
seiner Niederschrift eindeutig stärker zur Unterdrückung als zur Verteidigung der
individuellen Rechte angewendet wurde.

Die angenommene Überlegenheit der eigenen Religionsgemeinschaft und
erzwungene Missionierung oder gar Unterwerfung Andersgläubiger ist nicht etwa
ein negativer Aspekt des Islam: Es ist der Dreh- und Angelpunkt des Islam. Das
Hauptanliegen des Islam ist seine eigene Verbreitung. Er ist wie der Kommunismus
eine von vielen Ideologien (siehe 5.20 f.), die zur Verbreitung der Krankheit des Bösen
beiträgt. Er lieferte den barbarischen Nomadenvölkern die spirituelle Grundlage,
andere Völker zu erobern und auszubeuten. Dass der heute von Gruppen wie IS
geführte Dschihad nichts mit dem ursprünglichen Text des Korans zu tun hat, ist
eine dreiste Lüge von Islam-Apologeten. Dass die Gläubigen (spätestens) im Paradies
belohnt, die Ungläubigen (spätestens) in der Hölle bestraft werden, stellt eines der
Hauptthemen, wenn nicht das Hauptthema des Korans dar. Muslime bezeichnen
den „Dschihad“, den Heiligen Krieg, verharmlosend als „Anstrengung auf dem Wege
Gottes“. Im Dschihad gehe es weniger um die gewaltsame Ausbreitung des islamischen
Glaubens als um seine spirituelle Vertiefung. In Wahrheit meint „Dschihad“ jegliche
Anstrengung „auf dem Wege Allahs® und was Allah sich darunter vorstellt, ist im
Koran hinreichend erklärt. Speziell in Mohammeds medinensischen Suren rückte
die Notwendigkeit des militärischen Kampfes zur Ausbreitung des Islam eindeutig
in den Vordergrund. Mohammed ging es einfach darum, den Islam zu verbreiten.
Wenn die spirituelle Verbreitung des Islam keinen Erfolg hätte, empfahl Mohammed,
zu den Waffen zu greifen. Der Dschihad würde nur friedlich verlaufen, wenn sich die
Ungläubigen freiwillig dem Islam unterwerfen würden. Die Unterwerfung und Tötung
Andersgläubiger wird von Mohammed mehr als deutlich gefordert. Um nur ein Beispiel
zu nennen, Sure 47 Vers 4: Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem

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