Fehler der alternativen Presse: Antifreiheitliche Ideologien und Regimes werden von
ihm verharmlost und verteidigt.

Der Kampf gegen den Islam ist für Wisnewski Teil einer US-amerikanischen
Strategie zur Eroberung der islamischen Welt. 1993 schrieb der Harvard-Politikprofessor
Samuel Huntington in der CFR-eigenen (siehe S.127) Zeitschrift „Foreign Affairs“
über den aufkommenden „Kampf der Kulturen“. Er erklärte den Lesern, es werde in
Zukunft wieder zu Religionskonflikten kommen, da das alte Feindbild Sowjetunion
jetzt nicht mehr existiere. Sein drei Jahre später erschienenes Buch über diesen
Kampf der Kulturen wurde zum Weltbestseller, in dem er neue Konflikte zwischen
der westlichen Welt und dem Islam ankündigte. Da Huntington Berater des US-
Außenministeriums war, handelte er auch in dessen Auftrag. Seine Prognosen basierten
nicht auf seiner genialen Weitsicht, sondern auf den strategischen Planungen des
Pentagon, den Nahen Osten erneut anzugreifen. Wisnewski versteht den „Kampf der
Kulturen“ als Kampfansage des US-Imperiums gegen die islamischen Gesellschaften.
Er hat sicherlich Recht damit, dass die USA den „Krieg gegen Terror” schon bei der
Veröffentlichung des ersten Artikels von Huntington geplant hatten. Obwohl die
USA islamische Länder attackierten, stellt sich heute allerdings die Frage: War
der „Krieg gegen den Terror“ wirklich ein Krieg gegen den Islam?

Die Bombardierung des Iraks und Afghanistans schürte den internationalen Hass
der Moslems gegen die vermeintlichen , Kapitalisten®. Der Kampf gegen die westlichen
Invasoren vereinte die jungen Moslems und bestärkte sie in ihrem Glauben an den
Islam. Inzwischen haben die USA im Irak die Zügel aus der Hand gegeben und der
Islamische Staat (IS) erobert das Land wieder zurück.

Die im Westen erlassenen Gesetze gegen islamischen Terrorismus dienten der
Etablierung neuer Überwachungsmethoden und der Einschränkung der bürgerlichen
Rechte aller Menschen, egal ob Muslim oder nicht. Hätten die US-Eliten eine Art
Darwin‘sche Rechtfertigung für ihre koloniale Expansion - etwa die Ideologie, die US-
Amerikaner seien eine überlegene Zivilisation -, würden sie kaum ihr eigenes Volk mit
GVO (siehe S.192 ff.), schädlichen Medikamenten oder fluoridhaltigem Trinkwasser
vergiften.

Wenn der Krieg gegen die Religion „Islam“ im Westen auf dem Programm steht,
so, wie Wisnewski das behauptet, warum wird der Islam von der europäischen Politik
so stark begünstigt? Warum fördern die öffentlichen Sozialsysteme die islamische
Zuwanderung und warum schweigen die Medien die aus ihr resultierenden Probleme
tot?

Dass die Kriege der USA inzwischen hunderttausende Muslime das Leben
gekostet haben, muss nicht bedeuten, dass die Rothschilds den Islam abschaffen
wollen. Menschen sind für Politiker nur Kanonenfutter und je mehr in einem Krieg
sterben, desto besser. Es spielt keine Rolle, ob diese Menschen an das Christentum,
das Judentum oder den Islam glauben. Der Islam ist für die Rothschilds ein ideales
Mittel zum Zweck der Errichtung einer Weltregierung, denn er unterstützt - genau
wie das katholische Christentum (siehe S.203) - einen mächtigen Staat. Verglichen
mit dem Christentum, das sich im Westen allmählich auflöst, spielt der Islam noch eine

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