und
die
unternehmerische
Freiheit
stark
eingeschränkt.
Kleinere
marktwirtschaftliche
Elemente und die Öffnung zum Westen machen das Leben dort heute erträglicher als
zu den Zeiten Maos. Doch von China als einem kapitalistischen Wirtschaftswunder
zu sprechen, ist der reine Hohn auf eine Bevölkerung, die immer noch stark unter
ihrer kommunistischen Regierung leidet. Die amerikanischen Korporatisten ließen
von Deng Xiaoping Sonderwirtschaftszonen errichten, die die Regierung von
Steuern befreite. China wurde von ihnen zu einer billigen Produktionsstätte
für ihre Produkte gemacht. Xiaoping befreite die ausländischen Unternehmer
von Steuern, während sein Volk entrechtet blieb. Da in einem kommunistischen
System kein Wettbewerb um Arbeitnehmer stattfindet, konnten die ausländischen
Unternehmen die Chinesen für einen Hungerlohn arbeiten lassen. Wenngleich dieser
Lohn sich immer noch höher darstellte als der Lohn, der unter Mao gezahlt wurde.
Ausgewählte multinationale Konzerne bekamen von der chinesischen Regierung
Konzessionen, um dort zu niedrigeren Lohnkosten zu produzieren. Deshalb bezeichnet
Engdahl China mit Recht als ausgelagerte Billiglohn-Werkshalle der globalisierten
amerikanischen Fortune-500-Unternehmen.>® Doch Engdahl kritisiert einerseits die
Ausbeutung Chinas durch die amerikanischen Unternehmen, andererseits lobt er das
chinesische Wirtschaftswunder. Dieses hätte aber ohne die Öffnung nach Westen nicht
stattfinden können. Eigene Innovationen und Erfindungen sind in China rar gesät.
Da ohne technischen Fortschritt keine Steigerung des Wohlstands stattfindet, muss
China seine Arme nach Westen ausstrecken. In China werden zwar viele Produkte
hergestellt, aber nur wenige wurden dort entworfen, entwickelt oder gar erfunden.
Das liegt daran, dass China niemals eine freie Marktwirtschaft zuließ und seinen
Bürgern keine Möglichkeiten, geschweige denn Anreize bot, unternehmerisch tätig
zu werden, Produkte zu erfinden oder weiterzuentwickeln. Ist es moralisch, dass
amerikanische Firmen ihre Produktion nach China auslagern? Sicher nicht! Aber noch
unmoralischer ist es, ein System zu errichten, das keine Erfindungen und Innovationen
zulässt, so wie in China der Fall. So macht man sich logischerweise von den USA
abhängig. Aber ist das die Schuld der USA?
Elemente und die Öffnung zum Westen machen das Leben dort heute erträglicher als
zu den Zeiten Maos. Doch von China als einem kapitalistischen Wirtschaftswunder
zu sprechen, ist der reine Hohn auf eine Bevölkerung, die immer noch stark unter
ihrer kommunistischen Regierung leidet. Die amerikanischen Korporatisten ließen
von Deng Xiaoping Sonderwirtschaftszonen errichten, die die Regierung von
Steuern befreite. China wurde von ihnen zu einer billigen Produktionsstätte
für ihre Produkte gemacht. Xiaoping befreite die ausländischen Unternehmer
von Steuern, während sein Volk entrechtet blieb. Da in einem kommunistischen
System kein Wettbewerb um Arbeitnehmer stattfindet, konnten die ausländischen
Unternehmen die Chinesen für einen Hungerlohn arbeiten lassen. Wenngleich dieser
Lohn sich immer noch höher darstellte als der Lohn, der unter Mao gezahlt wurde.
Ausgewählte multinationale Konzerne bekamen von der chinesischen Regierung
Konzessionen, um dort zu niedrigeren Lohnkosten zu produzieren. Deshalb bezeichnet
Engdahl China mit Recht als ausgelagerte Billiglohn-Werkshalle der globalisierten
amerikanischen Fortune-500-Unternehmen.>® Doch Engdahl kritisiert einerseits die
Ausbeutung Chinas durch die amerikanischen Unternehmen, andererseits lobt er das
chinesische Wirtschaftswunder. Dieses hätte aber ohne die Öffnung nach Westen nicht
stattfinden können. Eigene Innovationen und Erfindungen sind in China rar gesät.
Da ohne technischen Fortschritt keine Steigerung des Wohlstands stattfindet, muss
China seine Arme nach Westen ausstrecken. In China werden zwar viele Produkte
hergestellt, aber nur wenige wurden dort entworfen, entwickelt oder gar erfunden.
Das liegt daran, dass China niemals eine freie Marktwirtschaft zuließ und seinen
Bürgern keine Möglichkeiten, geschweige denn Anreize bot, unternehmerisch tätig
zu werden, Produkte zu erfinden oder weiterzuentwickeln. Ist es moralisch, dass
amerikanische Firmen ihre Produktion nach China auslagern? Sicher nicht! Aber noch
unmoralischer ist es, ein System zu errichten, das keine Erfindungen und Innovationen
zulässt, so wie in China der Fall. So macht man sich logischerweise von den USA
abhängig. Aber ist das die Schuld der USA?
Engdahl
schreibt:
Das
beste
Beispiel
für
die
Abhängigkeit
des
chinesischen
Handels
und chinesischer Arbeitsplätze von einem amerikanischen GrofSkonzern ist Chinas
Beziehung zu einem einzigen Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Arkansas: Wal
Mart. Die amerikanische Supermarktkette hat in den vergangenen zehn Jahren in so
großem Umfang Produkte aus China gekauft, dass sie praktisch zu einem nationalen
Handelspartner für die Volksrepublik geworden ist. Über Jahre hinweg war Wal-Mart der
größte Einzelimporteur chinesischer Konsumgüter. Das Handelsvolumen war größer als das
ganzer Länder wie beispielsweise Deutschland oder Russland.*°° Sam Walton, der Gründer
der Supermarktkette, unterhielt gute Verbindungen zu Großbanken wie der „Credit
Suisse“, mit deren Geldern Wal-Mart expandierte. Da Wal-Mart die Konkurrenz
in Amerika korporatistisch ausschaltet und die Rückendeckung der heimischen
Politik braucht, ist die Walton-Familie der größte Spender des neokonservativen
(siehe S.174 ff.) Flügels der republikanischen Partei. Wal-Mart wurde von
und chinesischer Arbeitsplätze von einem amerikanischen GrofSkonzern ist Chinas
Beziehung zu einem einzigen Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Arkansas: Wal
Mart. Die amerikanische Supermarktkette hat in den vergangenen zehn Jahren in so
großem Umfang Produkte aus China gekauft, dass sie praktisch zu einem nationalen
Handelspartner für die Volksrepublik geworden ist. Über Jahre hinweg war Wal-Mart der
größte Einzelimporteur chinesischer Konsumgüter. Das Handelsvolumen war größer als das
ganzer Länder wie beispielsweise Deutschland oder Russland.*°° Sam Walton, der Gründer
der Supermarktkette, unterhielt gute Verbindungen zu Großbanken wie der „Credit
Suisse“, mit deren Geldern Wal-Mart expandierte. Da Wal-Mart die Konkurrenz
in Amerika korporatistisch ausschaltet und die Rückendeckung der heimischen
Politik braucht, ist die Walton-Familie der größte Spender des neokonservativen
(siehe S.174 ff.) Flügels der republikanischen Partei. Wal-Mart wurde von
Xiaoping
erlaubt,
in
der
steuerbefreiten
Sonderwirtschaftszone
„Shenzhen“
zu
191