E. China, die Gefahr vs. William Engdahl
E.1 Die chinesische Bedrohung

Anatoliy Golitsyn warnte in seinem Buch „Ihe Perestroika Deception“ vor
einem gemeinsamen Angriff der Russen und Chinesen, die bei einer Konferenz der
Ostblock-Parteien im November 1957 alle Differenzen ausgeräumt und sich auf die
von den Sowjets ausgearbeitete Langzeitstrategie geeinigt hatten (siehe S.67 ff.): Zu
spät wird erkannt werden, dass es keine gleichwertigen Reduzierungen in der Schlagkraft
und Effektivität der russischen und chinesischen Streitkräfte gegeben hatte, und auch nicht
bei ihren Nachrichten- und Geheimdiensten. Im Gleichgewicht der Mächte wird eine
echte Veränderung stattgefunden haben zugunsten einer sowjetisch-chinesischen Allianz
gegenüber der freien Welt, die den Russen und den Chinesen den bestimmenden Anteil in
der Aufsetzung der neuen Weltregierung geben wird, was dem Westen keine andere Wahl
lassen wird, als mit ihnen die Neue Weltsozialordnung zu bilden. China und Russland
hatten dem Westen in den Siebzigern vorgespielt, sie seien erbitterte Feinde, damit
Nixon und Kissinger China als Gegengewicht zur UDSSR aufrüsteten und mit
westlicher Technologie und Krediten versorgten. Dass die westliche Elite China
als Verbündeten im Kalten Krieg gewinnen wollte und sich dabei verkalkulierte, ist
eine von vielen Lügen der Rothschilds, die der Autor William Engdahl für bare
Münze nimmt. Der Westen hielt Chinas Planwirtschaft genau wie die Wirtschaft
der Sowjetunion durch Geld- und Technologietransfers künstlich am Leben. Die
amerikanische Idee des freien Unternehmertuns wurde von den Rothschilds stets
bekämpft, weshalb das chinesische Modell einer vom Staat kontrollierten Wirtschaft
in ihrem vollsten Interesse lag. Wie im Falle der russischen Oktoberrevolution
(siehe S.57 ff.) wurde die Machtergreifung der Kommunisten in China heimlich
vom anglo-amerikanischen Establishment unterstützt. Die Sowjetunion belieferte
die chinesischen Kommunisten nach dem Zweiten Weltkrieg mit Waffen, während
die konservativen Nationalisten im chinesischen Bürgerkrieg von den USA im Stich
' gelassen wurden. Nach dem Sieg über die Nationalisten 1949 setzte Mao Tse Tung
das sowjetische Wirtschaftsprogramm um. Mao Tse Tung studierte in den 1930ern bei
einem Partnerprogramm der Yale-Universität namens „Yale in China”. Der Illuminati-
Orden „Skull and Bones“ an der Yale-Universität hat enge Verbindungen nach China,
da ihr Gründer William Huntington Russell in den amerikanischen Opiumhandel mit
China involviert war. Ab 1973 war jeder US-Botschafter in China auch Mitglied bei
Skull and Bones, so wie z.B. Kissingers Assistent Winston Lord. Die moderne westliche
Technologie wurde entweder von der Sowjetunion an China weitergegeben oder
später, nach Nixons politischer Öffnung, die von dem Rothschild-Agenten Kissinger
eingeleitet wurde, direkt aus dem Westen importiert. Nachdem der Rothschild-
Agent David Rockefeller 1973 in Rotchina empfangen worden war, während Maos
Kulturrevolution noch auf Hochtouren lief, konnte er sich vor Begeisterung im 7ime
Magazine kaum zurückhalten: Was auch immer der Preis für die chinesische Revolution
gewesen sein mag, hat sie doch offensichtlich nicht nur eine erfolgreichere und mehr an

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