„League of Nations“ (siehe S.127) durchgesetzt werden sollte. Hier ein paar Zitate
aus dem Buch: |
Das Wachstum kann nicht unendlich steigen.“

Wenn das Wachstum am Maximum ist, ist das Festmahl vorbei?
Die Rohstoffe werden ausgebeutet und der erhöhte Output fließt in das Kriegsgerit.>*

Wir müssen ein klares Konzept für die Weltordnung, die wir diesem momentanen Chaos
vorziehen würden, ausarbeiten. Wir müssen unsere Meinungsverschiedenbeiten auflösen
oder Kompromisse eingehen, damit wir uns einem erreichbaren Weltfrieden widmen
können.

Der unabhängige souveräne Staat mit seinem ständigen Kriegspotenzial, bewaffnet mit den
Ressourcen moderner mechanischer Schrecklichkeit, ist der eklatanteste und furchterregendste
Aspekt dieses Bedürfnisses nach einer einheitlichen, gemeinschaftlichen Kontrolle, die uns
davor schützt, dass übergroße, unabhängige, souveräne, private Geschäftsorganisationen
sozial destruktiv werden.“

Im letzten Zitat benutzt HG Wells einen Trick, der sich durch das ganze Buch
zieht. Er vermischt den Kapitalismus mit den Konflikten zwischen Staaten. Klar
wird der technische Fortschritt auch für Kriege genutzt, und Wells empfiehlt, diese
Kriege zu beenden, indem man eine Weltregierung schafft. Die richtige Empfehlung
wäre allerdings die vollkommene Abschaffung des staatlichen Machtmonopols, denn
es spricht nichts dagegen, wenn die Welt ökonomisch zusammenwächst. Hier noch
ein Beispiel, wie HG Wells die Handlungen von Staaten und die Handlungen von
Individuen vermischt, um die freie Marktwirtschaft zu verunglimpfen: Es wurde klar,
dass die Menschheit am Ende eines Zeitalters steht, ein Zeitalter der Zersplitterung, politisch
zwischen getrennten souveränen Staaten und ökonomisch zwischen unkontrollierten
Geschäften. Wells wendet also den gleichen Trick wie Pedram an, indem er uns
gemäß der Hegel‘schen Dialektik den Kapitalismus als Problem verkauft und als
Lösung einen sozialistischen Weltstaat anbietet.

Jetzt ein langer Auszug aus Pedrams Rede: Eines wird immer offensichtlicher: Krieg
hat immer mit Profit zu tun, Krieg hat mit Kapitalismus zu tun. Denn Kapitalismus ist
ein System, das auf Ausbeutung, Wettbewerb und Wachstum basiert. Und der Wettbewerb
wird immer härter, weil die Ressourcen immer knapper werden für die Art der Wirtschaft,
in der wir leben. Wir leben in einer wachstumsbasierten Wirtschaft, die auf fossilen
Energieträgern basiert. Es muss immer mehr Wachstum geben. Alle Parteien erzählen uns:
‚Wachstum ist die Lösung‘. Wachstum, Wachstum, Wachstum. Wo man sich fragt: Warum
eigentlich? Warum brauchen wir noch mehr Wirtschaftswachstum? Während eigentlich alle
wissen, dass die Lebensgrundlagen alle kaputtgehen. Es ist doch eigentlich genug da für alle.
Es ist nur falsch verteilt. Wenn das, was an Reichtum heute, an Möglichkeiten heute in
der Welt demokratischer, humaner und nicht profitorientiert verteilt worden wäre,

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