Das
Wort
leitet
sich
ab
von
dem
griechischen
Dichter
Äsop.
Der
Autor
George
Orwell baute Lenins Sprachtricks später in seinen Roman 1984 ein und taufte die
„äsopische Sprache” in den ein wenig grifhgeren Begriff „Neusprech“ um. Viele
Linke zitieren Orwells Roman, wenn sie die NSA-Überwachung in westlichen Staaten
kritisieren, doch blenden aus, dass Orwell ein Fan des libertären Friedrich August
von Hayek war und mit seinem Roman eindeutig das von Lenin erträumte System
des Weltkommunismus beschrieb. Orwell war sein Leben lang Sozialist und arbeitete
mit Trotzkisten und Mitgliedern der Fabian Society zusammen. Da er die englischen
Topstrategen des Sozialismus‘ persönlich kannte und deren Taktik durchschaut hatte,
verarbeitete er seine Erkenntnisse in codierter Form in seinem Roman 1984. Auch
Orwell verstand als hochrangiger Sozialist, wie man seine wahren Absichten mithilfe
der Sprache versteckt. Lenin, der von der Fabian Society mit großen Geldsummen
unterstützt worden war, beschrieb seine äsopische Sprache in Bezug auf eine von
ihm verfasste Schrift folgendermaßen: Die Schrift ist im Hinblick auf die zaristische
Zensur abgefasst. Aus diesem Grunde war ich nicht nur genötigt, mich strengstens auf
die ausschließlich theoretische - insbesondere die ökonomische - Analyse zu beschränken,
sondern auch die wenigen notwendigen Bemerkungen über die Politik mit größter Vorsicht
zu formulieren, Andeutungen zu machen, mich der äsopischen Sprache zu bedienen, der
verfluchten äsopischen Sprache, zu welcher der Zarismus alle Revolutionäre zwang, sobald
sie die Feder in die Hand nahmen, um ein ‚legales‘ Werk zu schreiben.”° Lenin hatte
die äsopische Sprache demnach entwickelt, um sich vor der eigenen Verfolgung zu
schützen, doch bemerkte er schnell, dass er sie auch zur Manipulation der Mitmenschen
einsetzen konnte. Seitdem die Kommunisten an die Macht kamen, wird die Sprache
nicht mehr dafür eingesetzt, um wahre Ziele vor den Mächtigen zu verstecken,
sondern vor dem Volk, das man regiert oder regieren will. Nun könnte man
tausende verschiedener Wörter benutzen, um seine bösen Absichten zu verschleiern,
doch die Kommunisten einigten sich auf ein paar Dutzend bestimmte Begriffe und
Codewörter, die man ständig wiederholte. Damit verfolgte man zwei Zwecke: Erstens
sollte ein anderer eingeweihter Kommunist erkennen, was mit dem Wort eigentlich
gemeint war. Wenn man sich dabei nicht auf eine beschränkte Zahl von Wörtern einigte,
konnte man schnell den Überblick verlieren. Wenn ein Leninist/Trotzkist z.B. von
„Weltfrieden“ spricht, weiß sein eingeweihtes Gegenüber, dass er eigentlich eine
zentral gesteuerte, antikapitalistische Weltregierung meint. Ein weiterer Zweck
bestand darin, das Denken der Menschen zu verändern, d.h. den positiven Begriff
„Weltfrieden“ den Zuhörern so oft unter die Nase zu reiben, bis sie die eigentlichen
Ziele, die mit diesem Begriff verknüpft sind und die sich durch die Handlungen der
Kommunisten offenbaren, vollkommen ausblenden. Lobaczewski beschrieb die Rolle
des „Neusprech“ bei der Entstehung des Bösen so: Während des Prozesses der Ponerisation
geschieht eine Art von Schichtung oder Schizophrenie der Ideologie. Die äußerste Schicht,
die dem ursprünglichen Inhalt am nächsten ist, wird zum Zweck der Propaganda
hingehalten, besonders in der äußeren Welt, obgleich sie zum Teil nach innen gerichtet
benutzt werden kann, wenn Mitglieder niedrigeren Rangs zu zweifeln beginnen. Die
zweite Schicht wird von der Elite gebildet, die kein Problem mit dem veränderten
Orwell baute Lenins Sprachtricks später in seinen Roman 1984 ein und taufte die
„äsopische Sprache” in den ein wenig grifhgeren Begriff „Neusprech“ um. Viele
Linke zitieren Orwells Roman, wenn sie die NSA-Überwachung in westlichen Staaten
kritisieren, doch blenden aus, dass Orwell ein Fan des libertären Friedrich August
von Hayek war und mit seinem Roman eindeutig das von Lenin erträumte System
des Weltkommunismus beschrieb. Orwell war sein Leben lang Sozialist und arbeitete
mit Trotzkisten und Mitgliedern der Fabian Society zusammen. Da er die englischen
Topstrategen des Sozialismus‘ persönlich kannte und deren Taktik durchschaut hatte,
verarbeitete er seine Erkenntnisse in codierter Form in seinem Roman 1984. Auch
Orwell verstand als hochrangiger Sozialist, wie man seine wahren Absichten mithilfe
der Sprache versteckt. Lenin, der von der Fabian Society mit großen Geldsummen
unterstützt worden war, beschrieb seine äsopische Sprache in Bezug auf eine von
ihm verfasste Schrift folgendermaßen: Die Schrift ist im Hinblick auf die zaristische
Zensur abgefasst. Aus diesem Grunde war ich nicht nur genötigt, mich strengstens auf
die ausschließlich theoretische - insbesondere die ökonomische - Analyse zu beschränken,
sondern auch die wenigen notwendigen Bemerkungen über die Politik mit größter Vorsicht
zu formulieren, Andeutungen zu machen, mich der äsopischen Sprache zu bedienen, der
verfluchten äsopischen Sprache, zu welcher der Zarismus alle Revolutionäre zwang, sobald
sie die Feder in die Hand nahmen, um ein ‚legales‘ Werk zu schreiben.”° Lenin hatte
die äsopische Sprache demnach entwickelt, um sich vor der eigenen Verfolgung zu
schützen, doch bemerkte er schnell, dass er sie auch zur Manipulation der Mitmenschen
einsetzen konnte. Seitdem die Kommunisten an die Macht kamen, wird die Sprache
nicht mehr dafür eingesetzt, um wahre Ziele vor den Mächtigen zu verstecken,
sondern vor dem Volk, das man regiert oder regieren will. Nun könnte man
tausende verschiedener Wörter benutzen, um seine bösen Absichten zu verschleiern,
doch die Kommunisten einigten sich auf ein paar Dutzend bestimmte Begriffe und
Codewörter, die man ständig wiederholte. Damit verfolgte man zwei Zwecke: Erstens
sollte ein anderer eingeweihter Kommunist erkennen, was mit dem Wort eigentlich
gemeint war. Wenn man sich dabei nicht auf eine beschränkte Zahl von Wörtern einigte,
konnte man schnell den Überblick verlieren. Wenn ein Leninist/Trotzkist z.B. von
„Weltfrieden“ spricht, weiß sein eingeweihtes Gegenüber, dass er eigentlich eine
zentral gesteuerte, antikapitalistische Weltregierung meint. Ein weiterer Zweck
bestand darin, das Denken der Menschen zu verändern, d.h. den positiven Begriff
„Weltfrieden“ den Zuhörern so oft unter die Nase zu reiben, bis sie die eigentlichen
Ziele, die mit diesem Begriff verknüpft sind und die sich durch die Handlungen der
Kommunisten offenbaren, vollkommen ausblenden. Lobaczewski beschrieb die Rolle
des „Neusprech“ bei der Entstehung des Bösen so: Während des Prozesses der Ponerisation
geschieht eine Art von Schichtung oder Schizophrenie der Ideologie. Die äußerste Schicht,
die dem ursprünglichen Inhalt am nächsten ist, wird zum Zweck der Propaganda
hingehalten, besonders in der äußeren Welt, obgleich sie zum Teil nach innen gerichtet
benutzt werden kann, wenn Mitglieder niedrigeren Rangs zu zweifeln beginnen. Die
zweite Schicht wird von der Elite gebildet, die kein Problem mit dem veränderten
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