um einen Kreis solventer, politisch links stehender Personen. Stiftungen werden in
Deutschland als „gemeinnützig“ anerkannt und müssen deshalb keine Steuern zahlen.
Das riesige Netzwerk aus Stiftungen mit ihren undurchschaubaren Geldkanälen
ist für den Laien kaum zu überblicken. Fakt ist, dass in Deutschland jedes Jahr
Milliarden aus den Stiftungen an Parteien oder Non Governmental Organisations
(NGOs) wie Attac fließen, die sich vermeintlich dem Allgemeinwohl verschrieben
haben. Woher dieses Geld genau kommt, wird von den Parteien und NGOs nicht
untersucht, da sie sich selbst aus dem Geldtopf der Stiftungen bedienen. Wer beißt
schon die Hand, die einen füttert? Da kümmert es die Linken, Globalisierungskritiker
und Umweltschützer auch nicht, dass ihre Gelder ursprünglich oft von Banken,
Großkonzernen oder gar Ölunternehmen kommen. Klar sitzt der Staat auch hier am
längeren Hebel, denn eine Stiftung muss von der staatlichen „Stiftungsaufsicht“
zugelassen werden. Die allwissenden Politiker und Beamten wissen natürlich, was
„gemeinnützig“ ist und was die Behörde der Stiftungsaufsicht ablehnen sollte, weil
es dem Allgemeinwohl schadet. Gegen eine neue Steuer auf Finanztransaktionen hat
die Politik sicher nichts, da sie ihr neues Geld in die Taschen spült. Banken stört diese
Steuer auch nicht, da sie sowieso Geld aus dem Nichts schaffen können. Bei den
solventen Linken, die die „Bewegungsstiftung“ ausstatten, fragt man sich, warum
sie sich schämen, als Stifter an die Öffentlichkeit zu gehen. Gehören sie zu den
Unternehmern, die aus dem Korporatismus Profit schlagen?

Kurz nach seinem Austritt aus „Linksruck“ tritt Pedram 2001 Attac bei. Da
„Linksruck“ seine Mitglieder im Jahr 2000 aufforderte, Attac beizutreten, kann
man Pedrams Austritt und Wechsel zu Attac nicht als Bruch mit der Ideologie des
Trotzkismus‘ verstehen. Vielmehr als einen Wechsel der „entristischen“ Tarnung mit
Zugriff auf die Gelder der Stiftungen, die Attac fördern. Pedram stieg bei Attac
schnell in eine einflussreiche Position auf, so wie es für einen guten Trotzkisten
üblich ist. Von 2003 bis 2007 war er Mitglied des Koordinierungskreises von Attac
und organisierte in den Jahren 2005 bis 2007 den Protest gegen den G8-Gipfel. Heute
behauptet Pedram, auch Attac wieder verlassen zu haben, doch dabei scheint es sich
um eine glatte Lüge zu handeln. Dass er immer noch für Attac tätig ist, zeigt seine
Teilnahme an der Blockupy-Aktionskonferenz in Amsterdam anno November 2013,
wo Pedram mit Attac ein Wiederaufleben des Blockupy- Aufstands für 2014 plante. In
einem Interview auf dieser Konferenz sagt Pedram, er sei politischer Aktivist, Mitglied
bei Attac und aktiv bei der interventionistischen Linken.° In dem Interview bei KenFM
vom 14.05.2014 sagt der Moderator Ken Jebsen, Pedram Shahyar sei jahrelang nicht
politisch aktiv gewesen und erst durch die Montagsdemos wieder politisch aktiviert
worden. Als Ken fragen will, warum Pedram aufgehört habe, wechselt Pedram das
'Ihema.?** Zumindest ist Pedram heute wieder aktiv bei Attac. In welchem Zeitraum er
politisch nicht aktiv gewesen sein soll, erschließt sich mir nicht: So schrieb die TAZ am
28.09.2013: Shahyar ist nun zum siebten Mal in Kairo, seit 2011 der Aufstand begann.
Inzwischen begrüßen sie ihn hier wie einen Freund.?” Geschlagene sieben Besuche in Kairo
seit 2011, ausgestattet mit Gasmaske inmitten der hochgefährlichen Straßenschlachten,
führen Pedrams Behauptung ad absurdum, er sei nicht politisch aktiv gewesen. 2013

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