organisierte
„Zweite
Sozialistische
Internationale“
in
Paris,
die
von
den
Delegierten
der Fabier wesentlich beeinflusst wurde. Auf dem ersten Weltkongress vom 2. bis 6.
März 1919 in Moskau waren 51 Delegierte kommunistischer Parteien aus 29 Ländern
anwesend. Der Oktoberrevolution sollte eine Weltrevolution oder ein „Weltoktober“
folgen, in anderen Worten: die Gründung einer kommunistischen Weltregierung. In
diesem Prozess sollte die Komintern als straff organisierte, kommunistische Weltpartei
die Koordination und Leitung übernehmen.?' Nach etwa 100 Jahren scheinen die
Sozialisten kurz vor der Erfüllung von Lenins Träumen zu stehen. Es war Lenin und
Trotzki also schon in ihren ersten Planungen klar, dass der Sowjetstaat irgendwann
verschwinden müsse. Schließlich gibt es nur zwei Optionen, um den Kommunismus
am Leben zu erhalten: Entweder man etabliert eine kommunistische Weltregierung
oder man muss die eigene Bevölkerung einsperren. Schließlich ist ein kommunistisches
System so destruktiv, dass die Bevölkerung, wenn sie die Möglichkeit auszuwandern,
bekommt, das kommunistische Land in Scharen verlässt, um in einem freieren Land
zu leben. Entweder umzingelt man also sein Land mit Mauern und Stacheldraht oder
man etabliert eine Welt ohne Staaten und Grenzen, in der das Individuum aber nicht
mehr vor dem Kommunismus flüchten kann, da der ja überall ist.
der Fabier wesentlich beeinflusst wurde. Auf dem ersten Weltkongress vom 2. bis 6.
März 1919 in Moskau waren 51 Delegierte kommunistischer Parteien aus 29 Ländern
anwesend. Der Oktoberrevolution sollte eine Weltrevolution oder ein „Weltoktober“
folgen, in anderen Worten: die Gründung einer kommunistischen Weltregierung. In
diesem Prozess sollte die Komintern als straff organisierte, kommunistische Weltpartei
die Koordination und Leitung übernehmen.?' Nach etwa 100 Jahren scheinen die
Sozialisten kurz vor der Erfüllung von Lenins Träumen zu stehen. Es war Lenin und
Trotzki also schon in ihren ersten Planungen klar, dass der Sowjetstaat irgendwann
verschwinden müsse. Schließlich gibt es nur zwei Optionen, um den Kommunismus
am Leben zu erhalten: Entweder man etabliert eine kommunistische Weltregierung
oder man muss die eigene Bevölkerung einsperren. Schließlich ist ein kommunistisches
System so destruktiv, dass die Bevölkerung, wenn sie die Möglichkeit auszuwandern,
bekommt, das kommunistische Land in Scharen verlässt, um in einem freieren Land
zu leben. Entweder umzingelt man also sein Land mit Mauern und Stacheldraht oder
man etabliert eine Welt ohne Staaten und Grenzen, in der das Individuum aber nicht
mehr vor dem Kommunismus flüchten kann, da der ja überall ist.
Stalin,
der
später
das
Ruder
übernahm,
entschied
sich
allerdings
für
das
Einsperren der Bevölkerung, anstatt den Weg der Weltrevolution von Lenin und
Trotzki einzuschlagen. Trotzkisten verstehen sich als Vertreter des Leninismus,
d.h. sie distanzieren sich von Stalin. So wie die Sowjetunion es ab Phase 1 auch tat
(siehe S.72). Trotzki und Lenin konnten sich zwar nicht ausstehen, doch ihre Methode
und Ideologie waren ungefähr identisch: Unterwanderung, Geheimhaltung, Spionage,
Desinformation, Lügen und Täuschung zur Etablierung einer Weltregierung, genau
wie die Fabier. Doch auch für den Massenmörder Stalin waren die Eugeniker aus der
Fabian Society voll des Lobes. Die Webbs und die Shaws, zusammen mit den Astors,
statteten der Sowjetunion in den frühen 1930er Jahren einen Besuch ab und lobten das
mörderische Regime. Die Webbs schrieben ein dickes Propaganda-Dokument über die
„Errungenschaften“ des Sowjet-Kommunismus mit dem Titel “Soviet Communism: A
New Civilisation?“. Im Jahr 1948, zwei Jahre vor seinem Tod, sagte Shaw, dass Stalin
ein guter Fabier sei.’”> Zwar war die Sowjetunion auch nach Stalins Tod ein Gefängnis
mit hunderten Millionen Insassen, doch im innersten Kreis des Politbüros wurden
Pläne geschmiedet, die Sowjetunion später wieder aufzulösen und sie in eine große
Weltregierung zu integrieren. Das geschah in Abstimmung mit den internationalen
Sozialisten, die sich inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet hatten. Nach dem Zweiten
Weltkrieg wurde in 1951 in Frankfurt eine neue „Sozialistische Internationale“,
also die Nachfolgeorganisation der „Zweiten Sozialistischen Internationale™ aus dem
Jahr 1889 ins Leben gerufen, die ihren Hauptsitz bis heute in London hat - wo auch
sonst? Deren Mitglieder arbeiteten an globalen sozialistischen Organisationen wie den
Vereinten Nationen (siehe S127 f.) oder der Europäischen Union, die man später mit
Einsperren der Bevölkerung, anstatt den Weg der Weltrevolution von Lenin und
Trotzki einzuschlagen. Trotzkisten verstehen sich als Vertreter des Leninismus,
d.h. sie distanzieren sich von Stalin. So wie die Sowjetunion es ab Phase 1 auch tat
(siehe S.72). Trotzki und Lenin konnten sich zwar nicht ausstehen, doch ihre Methode
und Ideologie waren ungefähr identisch: Unterwanderung, Geheimhaltung, Spionage,
Desinformation, Lügen und Täuschung zur Etablierung einer Weltregierung, genau
wie die Fabier. Doch auch für den Massenmörder Stalin waren die Eugeniker aus der
Fabian Society voll des Lobes. Die Webbs und die Shaws, zusammen mit den Astors,
statteten der Sowjetunion in den frühen 1930er Jahren einen Besuch ab und lobten das
mörderische Regime. Die Webbs schrieben ein dickes Propaganda-Dokument über die
„Errungenschaften“ des Sowjet-Kommunismus mit dem Titel “Soviet Communism: A
New Civilisation?“. Im Jahr 1948, zwei Jahre vor seinem Tod, sagte Shaw, dass Stalin
ein guter Fabier sei.’”> Zwar war die Sowjetunion auch nach Stalins Tod ein Gefängnis
mit hunderten Millionen Insassen, doch im innersten Kreis des Politbüros wurden
Pläne geschmiedet, die Sowjetunion später wieder aufzulösen und sie in eine große
Weltregierung zu integrieren. Das geschah in Abstimmung mit den internationalen
Sozialisten, die sich inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet hatten. Nach dem Zweiten
Weltkrieg wurde in 1951 in Frankfurt eine neue „Sozialistische Internationale“,
also die Nachfolgeorganisation der „Zweiten Sozialistischen Internationale™ aus dem
Jahr 1889 ins Leben gerufen, die ihren Hauptsitz bis heute in London hat - wo auch
sonst? Deren Mitglieder arbeiteten an globalen sozialistischen Organisationen wie den
Vereinten Nationen (siehe S127 f.) oder der Europäischen Union, die man später mit
*
Die
„Sozialistische
Internationale“
und
die
„Kommunistische
Internationale“
verstanden
sich
beide
als
Nach-
folger der „Zweiten Sozialistischen Internationale”. Die „Kommunistische Internationale“ wurde allerdings 1943
von Stalin aufgelöst (siehe S.174)
folger der „Zweiten Sozialistischen Internationale”. Die „Kommunistische Internationale“ wurde allerdings 1943
von Stalin aufgelöst (siehe S.174)
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