Kontakten
zu
Regierungsstellen
und
Politikern
zu
verdanken.
Nun
wurden
sie
von
Jelzin erneut begünstigt, indem sie riesige Unternehmen zu Spottpreisen bekamen.
Dafür mussten sie sich nur um eine Wiederwahl des Präsidenten kümmern, denn
die Kommunisten drohten mit einer Enteignung der neuen Oligarchen. Nachdem
die Wiederwahl Jelzins geglückt war, erklärte seine Regierung, sie könne den
Kredit von 1,8 Milliarden nicht zurückzahlen und die Konzerne gingen an die
Oligarchen über. Die berühmtesten russischen Oligarchen wie Boris Bereswski,
Michail Chodorkowski und Roman Abramowitsch hatten sich bei Jelzins Auktion
Unternehmen gesichert, deren realer Wert teilweise um das Hundertfache höher lag
als der lächerliche Verkaufswert. Boris Beresowski wurde z.B. die Ölgesellschaft Sibneft
anvertraut, die er für 100 Millionen Dollar erwarb und deren Wert nach kurzer Zeit
auf 20 Milliarden Dollar stieg. Jelzin hatte ihnen die Unternehmen quasi geschenkt.
Mal wieder ein abgekartetes Spiel, das Tschubais später folgendermaßen erklärte: 7996
hatte ich die Wahl zwischen einer Machtübernahme durch die Kommunisten oder einem
russischen Raubtierkapitalismus. Ich entschied mich für den Raubtierkapitalismus.*”
Das erinnert an die Strategie der Illuminati, die sich rhetorisch für die Freiheit des
Individuums aussprachen, doch heimlich eine Weltregierung ohne freie Marktwirtschaft
planten. (siehe S.47 f.)
Jelzin erneut begünstigt, indem sie riesige Unternehmen zu Spottpreisen bekamen.
Dafür mussten sie sich nur um eine Wiederwahl des Präsidenten kümmern, denn
die Kommunisten drohten mit einer Enteignung der neuen Oligarchen. Nachdem
die Wiederwahl Jelzins geglückt war, erklärte seine Regierung, sie könne den
Kredit von 1,8 Milliarden nicht zurückzahlen und die Konzerne gingen an die
Oligarchen über. Die berühmtesten russischen Oligarchen wie Boris Bereswski,
Michail Chodorkowski und Roman Abramowitsch hatten sich bei Jelzins Auktion
Unternehmen gesichert, deren realer Wert teilweise um das Hundertfache höher lag
als der lächerliche Verkaufswert. Boris Beresowski wurde z.B. die Ölgesellschaft Sibneft
anvertraut, die er für 100 Millionen Dollar erwarb und deren Wert nach kurzer Zeit
auf 20 Milliarden Dollar stieg. Jelzin hatte ihnen die Unternehmen quasi geschenkt.
Mal wieder ein abgekartetes Spiel, das Tschubais später folgendermaßen erklärte: 7996
hatte ich die Wahl zwischen einer Machtübernahme durch die Kommunisten oder einem
russischen Raubtierkapitalismus. Ich entschied mich für den Raubtierkapitalismus.*”
Das erinnert an die Strategie der Illuminati, die sich rhetorisch für die Freiheit des
Individuums aussprachen, doch heimlich eine Weltregierung ohne freie Marktwirtschaft
planten. (siehe S.47 f.)
In
Russland
leben,
wie
wir
erfahren
konnten,
sehr
viele
Milliardäre,
die
ihr
Geld
auf unlautere Art verdient haben. Doch das trifft auch auf den Westen zu. Dass der
Wohlstand des Durchschnittsrussen seit dem Ende der Sowjetunion gestiegen ist, ist
selbstverständlich. Das Compact-Magazin fordert keine Rückkehr zum Kommunismus.
Während sich Elsässer breit zu außenpolitischen Themen äußert, schweigt er aber
zu den realen Lebensumständen in Russland. Während das Compact-Magazin die
EU-Sanktionen in der Krim-Krise als Teil eines Wirtschaftskrieges gegen Russland
verkauft, wird nicht erwähnt, wer den bisher verheerendsten Krieg gegen die
russische Wirtschaft geführt hat: Die russische Regierung.
auf unlautere Art verdient haben. Doch das trifft auch auf den Westen zu. Dass der
Wohlstand des Durchschnittsrussen seit dem Ende der Sowjetunion gestiegen ist, ist
selbstverständlich. Das Compact-Magazin fordert keine Rückkehr zum Kommunismus.
Während sich Elsässer breit zu außenpolitischen Themen äußert, schweigt er aber
zu den realen Lebensumständen in Russland. Während das Compact-Magazin die
EU-Sanktionen in der Krim-Krise als Teil eines Wirtschaftskrieges gegen Russland
verkauft, wird nicht erwähnt, wer den bisher verheerendsten Krieg gegen die
russische Wirtschaft geführt hat: Die russische Regierung.
C.2.
Der
Krieg
gegen
die
eigene
Bevölkerung
Um
Putin
und
den
Oligarchen
ihr
Monopol
auf
Reichtum
zu
sichern,
setzt
Russland einen riesigen Beamtenapparat ein, der das Volk bei Fuß halten und
das Kleinunternehmertum schon an der Wurzel ausrotten soll. Die gewaltige
bürokratische Maschinerie ist darauf angelegt, dem einzelnen Menschen das
Rückgrat zu brechen und ihm keine Chance auf unternehmerische Freiheit zu
geben. Allein die Ausstellung eines Passes oder ein Umzug wird für jeden Russen zu
einem Spießrutenlauf durch die Behörden. Die Hälfte seiner Lebenszeit verbringt jeder
Mensch in den Ländern der früheren Sowjetunion damit, unter Aufwand all seiner Kräfte
irgendwelche völlig unnötigen Papiere aufzutreiben, mit denen er unnötigen Behörden
beweisen muss, dass er ein Mensch und kein Kamel ist, spottete der weißrussische
Reformer Stanislaw Schuschkewitsch.”® Zwar senkte Putin die Sozialabgaben, doch
Unternehmer, die diese Sozialabgaben bezahlen wollen, müssen sich durch die
russische Finanzbürokratie quälen. Das ist so zeitaufwendig, dass viele Unternehmer
Russland einen riesigen Beamtenapparat ein, der das Volk bei Fuß halten und
das Kleinunternehmertum schon an der Wurzel ausrotten soll. Die gewaltige
bürokratische Maschinerie ist darauf angelegt, dem einzelnen Menschen das
Rückgrat zu brechen und ihm keine Chance auf unternehmerische Freiheit zu
geben. Allein die Ausstellung eines Passes oder ein Umzug wird für jeden Russen zu
einem Spießrutenlauf durch die Behörden. Die Hälfte seiner Lebenszeit verbringt jeder
Mensch in den Ländern der früheren Sowjetunion damit, unter Aufwand all seiner Kräfte
irgendwelche völlig unnötigen Papiere aufzutreiben, mit denen er unnötigen Behörden
beweisen muss, dass er ein Mensch und kein Kamel ist, spottete der weißrussische
Reformer Stanislaw Schuschkewitsch.”® Zwar senkte Putin die Sozialabgaben, doch
Unternehmer, die diese Sozialabgaben bezahlen wollen, müssen sich durch die
russische Finanzbürokratie quälen. Das ist so zeitaufwendig, dass viele Unternehmer
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