Recht im Sicherheitsrat Gebrauch, wenn sie doch genau wussten, dass eine NATO-
Streitmacht sie in ihrem Vorgarten bedrohen würde? Warum unterstützte Putin anfangs
den Afghanistan-Einsatz? Natürlich war dies alles auf den höchsten Ebenen der Macht
geplant. Hörstel forderte 2009 im Interview mit Nuoviso, die NATO-Staaten endlich
vor den Internationalen Gerichtshof der UN zu stellen.?*> Anscheinend hält er ein
internationales Gericht mit 15 vollkommen „unabhängigen“ Richtern, das über das
Schicksal ganzer Staaten urteilen kann, für eine großartige Idee, die nur nicht richtig
umgesetzt wird.

Man braucht wie Elsässer und Hörstel einen extrem starken Glauben an die
Gerechtigkeit von Staaten und die Kompetenz von Politikern, um eine Organisation
wie die UN zu verteidigen. Die UN handelt nach dem sogenannten „Völkerrecht“.
Ein Name, der in täuschender Absicht gewählt wurde, denn das „Völkerrecht“ regelt
nicht die Beziehungen zwischen Völkern, sondern die Beziehungen zwischen Staaten.
Die Staaten repräsentieren aber nicht ihre Bevölkerung (siehe S.99). Das führt Elsässers
ständiges Pochen auf das Völkerrecht ad absurdum und zeigt das geisteskranke Weltbild
von Kollektivisten, für die Menschen nur Verschiebemasse von großen internationalen
Institutionen sind, deren Beamte an großspurigen Zielen wie dem Weltfrieden basteln
sollen, zu deren Umsetzung die dummen Menschen alleine nicht in der Lage wären.

In Wahrheit: waren die UN und die NATO Projekte des identischen
Personenkreises. Die Idee eines globalen Staatenbundes geht zurück auf den reichen
englischen Imperialisten und Rothschild-Agenten Cecil Rhodes (siehe S.58), der von
einer „Atlantischen Union“ träumte, in der sich die Staaten Westeuropas, das britische
Weltimperium und die USA einer einzigen Regierung unterwerfen. Von Cecil Rhodes
kann man eine direkte Linie zum Royal Institute of International Affairs (RITA)
ziehen, das sich als Nachfolger der von Rhodes gegründeten Roundtable-Gruppen
sah und mit seinem Erbe finanziert wurde. Das 1919 gegründete RIIA war eines der
Werkzeuge, mit dem die britische Elite rund um die Rothschilds ihr globales Ziel einer
Weltregierung umsetzte. Der bekannteste Ableger des RIIA ist der Council on Foreign
Relations (CFR) in Amerika. Er wird von Kritikern als Schattenregierung der USA
bezeichnet und ist mit den Feindbildern eines jeden Putinverstehers besetzt: Westliche
(!) Politiker, Ölkonzerne, Großbanken und Großkonzerne, Militärs, westliche (!)
gekaufte Journalisten. Der CFR hatte schon während des Zweiten Weltkriegs in
seinem „Komitee für Nachkriegsprobleme“ an der Gründung der UN nach
dem Krieg gearbeitet.” Es ist essenziell zu begreifen, dass der 1920 gegründete
Völkerbund (League of Nations) auch ein Projekt der britischen Bankenelite war,
die gegen die Interessen der englischen und amerikanischen Bevölkerung arbeitete.
Der amerikanische Senat war 1920 so schlau gewesen, den Beitritt zum Völkerbund
abzulehnen. Das amerikanische Volk, das sich vor ca. 150 Jahren vom Joch der Briten
befreit hatte, war zum damaligen Zeitpunkt zu großen Anteilen intelligent genug, um
den Völkerbund als Bedrohung für seine Unabhängigkeit zu sehen. Der amerikanische
Präsident Woodrow Wilson, der eine Marionette der Banker war, wurde von seinem
Publikum ausgebuht, als er den Plan für die Mitgliedschaft der USA im Völkerbund

präsentierte.

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