nach Afghanistan. Bin Laden warb in 40 islamischen Staaten Kämpfer an, diese
wurden zur Ausbildung nach Pakistan gebracht und danach in den Kampf gegen die
Sowjets nach Afghanistan geschickt. Hörstel bereiste Pakistan regelmäßig und kennt
das Land wie seine Westentasche. Ihn verbindet sogar eine enge Freundschaft mit
dem ehemaligen ISI-Chef Hamid Gul. Wer sollte die Geschichte rund um Osama bin
Laden besser kennen als Hörstel?

Trotz des Endes des Kalten Kriegs wurde das nachrichtendienstlich-militärische
Netzwerk des ISI nicht abgebaut. Die CIA hielt weiterhin an ihrer Unterstützung
des islamischen Dschihads - aus Pakistan heraus - fest. Vor dem 11. September 2001
war Bin Laden schon zehn Jahre lang der meistgesuchte Terrorist der Welt gewesen,
nach Bombenanschlägen auf amerikanische Botschaften in Afrika. Am 31. Oktober
2001 enthüllte die französische Tageszeitung „Le Figaro“, dass noch kurz vor dem
11. September 2001 festes Einvernehmen zwischen Osama bin Laden und der CIA
geherrscht hatte. Vom 4. bis 14. Juli 2001 hatte er sich in Dubai, der Hauptstadt
der Vereinigten Arabischen Emirate, ausgerechnet im amerikanischen Krankenhaus
einquartiert, um sich der Behandlung seines bekannten Nierenleidens zu unterziehen.
Während seines Aufenthalts in der US-Klinik sei er von zwei CIA-Agenten besucht
worden.

Tags darauf gab der französische Rundfunksender Radio France International die
Identität eines CIA-Agenten preis, der bin Laden besucht hatte. Es handelte sich um
Larry Mitchell, einen Spezialisten fiir die arabische Halbinsel. Am 14. Juli 2001 verließ
bin Laden, auf dessen Kopf fiinf Millionen Dollar ausgesetzt waren, ungehindert
das amerikanische Hospital und flog mit seinem Privatjet zuriick nach Afghanistan.
Hatte er bei der Visite der CIA-Agenten Instruktionen bekommen?

Was wenige Monate später geschah, weiß die ganze Welt. Hörstel sagt im Jahr
2008 in der Radio-Show SWR-Leute: Es ist erwiesen, dass die offizielle Version des US-
Kongresses falsch ist. Als der Moderator nachhakt, ob er glaube, hohe amerikanische
Regierungs- und Geheimdienstkreise seien in die Sache verwickelt, antwortet Horstel:
Ich muss davon ausgehen, ja.'”

Die Fakten stehen auf der Seite der als ,, Verschwérungstheoretiker” verunglimpften
Zweifler: Da das Thema von den alternativen Medien ausreichend behandelt wurde,
hier nur die wichtigste „Smoking Gun“ im Fall 9/11: Das Bürogebäude World Trade
Center 7, das nicht von einem Flugzeug getroffen wurde, stürzte als drittes Gebäude in
Manhattanam 11. Septemberinsichzusammen. Der Einsturzwiesalle Kennzeichen einer
klassischen Sprengung auf, wurde jedoch von der Presse als Folge eines siebenstiindigen
Brandes verkauft. In George W. Bushs Kongressbericht iiber die Ereignisse des 11.
Septembers wurde Gebäude 7 nicht einmal erwähnt. Offensichtlicher kann man kaum
etwas vertuschen. 9/11 war für die USA die Erzeugung einer Kriegschance, um sich
bei den seit langer Zeit geplanten Angriffen auf Afghanistan und Irak als Verteidiger,
nicht als Angreifer, darzustellen. Daran besteht kein Zweifel. Auch die darauffolgende
Jagd nach dem unsichtbaren bin Laden erscheint obskur: Die Videos, auf denen der
Terrortiirst seine Urheberschaft der Attentate gesteht, erweisen sich als Fälschung,
ebenso die Fotos seiner Leiche aus dem Jahr 2011. Uber die wahre Todesursache oder

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