Jahr
2011
den
Wechsel
von
Phase
3
zu
Phase
4
ein,
in
der
Moskau
wieder
auf
Konfrontationskurs mit dem Westen geht. Golitsyn prophezeite nach der Zeit der
Annäherung und Kooperation in Phase 3 ein neues Wettrüsten und einen Krieg,
falls es nicht zuvor zur Errichtung der kommunistischen Weltregierung käme. Es
stellt sich die Frage, ob Russland und der Westen sich heute lediglich bedrohen und im
kleinen Maße bekriegen, um die diplomatische Errichtung der Weltregierung schneller
voranzubringen oder ob Putins Angriff auf die Ukraine zum langsamen Auftakt eines
Dritten Weltkriegs gehört. Wie es scheint, sollte Putin als Jelzins erwählter Nachfolger
(siehe S.102) den Übergang von Phase 3 zu Phase 4 organisieren. Sejna sagte die
Rückkehr zur kommunistischen Ideologie in Phase 4 voraus und auch dies findet
unter Putin statt (siehe S.104). Das liberale Zwischenspiel im Ostblock geht unter ihm
wieder dem Ende entgegen.
Konfrontationskurs mit dem Westen geht. Golitsyn prophezeite nach der Zeit der
Annäherung und Kooperation in Phase 3 ein neues Wettrüsten und einen Krieg,
falls es nicht zuvor zur Errichtung der kommunistischen Weltregierung käme. Es
stellt sich die Frage, ob Russland und der Westen sich heute lediglich bedrohen und im
kleinen Maße bekriegen, um die diplomatische Errichtung der Weltregierung schneller
voranzubringen oder ob Putins Angriff auf die Ukraine zum langsamen Auftakt eines
Dritten Weltkriegs gehört. Wie es scheint, sollte Putin als Jelzins erwählter Nachfolger
(siehe S.102) den Übergang von Phase 3 zu Phase 4 organisieren. Sejna sagte die
Rückkehr zur kommunistischen Ideologie in Phase 4 voraus und auch dies findet
unter Putin statt (siehe S.104). Das liberale Zwischenspiel im Ostblock geht unter ihm
wieder dem Ende entgegen.
Putins
reichlich
mysteriöse
Vergangenheit
beim
sowjetischen/russischen
Geheimdienst schreit geradezu nach einer einflussreichen Mitwirkung Putins an der
Langzeitstrategie. Putins Familie war seit Beginn der kommunistischen Herrschaft
eng mit der bolschewistischen Führungselite verbunden, was ihn, wie er sich im Kreis
von Freunden und Kollegen selbst bezeichnet, zu einem typischen Vertreter der Roten
Aristokratie macht. Putins Großvater war Koch von Lenin und Stalin und darüber hinaus,
wie Putin mit Stolz verkündet, aktiv an der Oktoberrevolution in Sankt Petersburg
beteiligt gewesen. Sein Vater war ein Veteran des NKWD, einer Vorläuferorganisation
des KGB. Putin trat 1975 nach seinem Jura-Studium dem KGB bei, wo er in der ersten
Hauptverwaltung, zuständig für Auslandsspionage, bis zur Wende hauptsächlich in
der DDR eingesetzt wurde. Jedoch berichtet der britische Informationsdienst Soviet
Analyst, Putin habe seine Karriere nicht beim KGB, sondern beim militärischen
Geheimdienst GRU begonnen und sei vor der Wende möglicherweise sogar der höchste
in der DDR ansässige GRU-Ofhzier gewesen. Doch Putins Tätigkeit in der DDR liegt
weitgehend im Dunkeln. Zwar ist bekannt, dass er u.a. in Dresden stationiert war,
jedoch konnte oder wollte sich dort niemand an Putin erinnern, weder der Chef der
Staatssicherheit Markus Wolf, noch der frühere Bezirksparteichef von Dresden, Hans
Modrow. Laut seinem deutschen Biographen Alexander Rahr war Putin so geheim und
so in den Tiefen des KGB versteckt, dass ihn sogar seine übergeordneten Bosse nicht zu
Gesicht bekamen. Je mehr ein Biograph in die Lebensgeschichte des Geheimdienstlers Putin
eindringen will, umso widersprüchlicher werden die Angaben. Es scheint, als ob Kräfte
der sogenannten ‚unsichtbaren Front‘ heute in Moskau versuchen, einen dichten Nebel des
Schweigens über diesen Abschnitt der Putin-Biographie zu legen. Diese Beschreibung passt
zu Schelepins Aufteilung in einen „inneren“ und „äußeren“ KGB, in dem selbst die
Spitzen des „äußeren“ KGB nichts von einer Langzeitstrategie wissen. Die Tatsache,
dass Putin in jenen Jahren erst zum Hauptmann und kurz darauf zum Oberstleutnant
befördert worden war und dass ihm zeitgleich das sowjetische „Ehrenabzeichen“
verliehen wurde, beweist, dass Putin kein gewöhnlicher KGB-Agent war. Rahr
spekuliert, dass Putin in der DDR möglicherweise einen Spezialauftrag ausführte.
Dieser mutmaßliche Spezialauftrag könnte mit der hochgeheimen KGB-
Operation „Lutsch“ in Verbindung stehen, die nichts Geringeres als den Sturz des
Geheimdienst schreit geradezu nach einer einflussreichen Mitwirkung Putins an der
Langzeitstrategie. Putins Familie war seit Beginn der kommunistischen Herrschaft
eng mit der bolschewistischen Führungselite verbunden, was ihn, wie er sich im Kreis
von Freunden und Kollegen selbst bezeichnet, zu einem typischen Vertreter der Roten
Aristokratie macht. Putins Großvater war Koch von Lenin und Stalin und darüber hinaus,
wie Putin mit Stolz verkündet, aktiv an der Oktoberrevolution in Sankt Petersburg
beteiligt gewesen. Sein Vater war ein Veteran des NKWD, einer Vorläuferorganisation
des KGB. Putin trat 1975 nach seinem Jura-Studium dem KGB bei, wo er in der ersten
Hauptverwaltung, zuständig für Auslandsspionage, bis zur Wende hauptsächlich in
der DDR eingesetzt wurde. Jedoch berichtet der britische Informationsdienst Soviet
Analyst, Putin habe seine Karriere nicht beim KGB, sondern beim militärischen
Geheimdienst GRU begonnen und sei vor der Wende möglicherweise sogar der höchste
in der DDR ansässige GRU-Ofhzier gewesen. Doch Putins Tätigkeit in der DDR liegt
weitgehend im Dunkeln. Zwar ist bekannt, dass er u.a. in Dresden stationiert war,
jedoch konnte oder wollte sich dort niemand an Putin erinnern, weder der Chef der
Staatssicherheit Markus Wolf, noch der frühere Bezirksparteichef von Dresden, Hans
Modrow. Laut seinem deutschen Biographen Alexander Rahr war Putin so geheim und
so in den Tiefen des KGB versteckt, dass ihn sogar seine übergeordneten Bosse nicht zu
Gesicht bekamen. Je mehr ein Biograph in die Lebensgeschichte des Geheimdienstlers Putin
eindringen will, umso widersprüchlicher werden die Angaben. Es scheint, als ob Kräfte
der sogenannten ‚unsichtbaren Front‘ heute in Moskau versuchen, einen dichten Nebel des
Schweigens über diesen Abschnitt der Putin-Biographie zu legen. Diese Beschreibung passt
zu Schelepins Aufteilung in einen „inneren“ und „äußeren“ KGB, in dem selbst die
Spitzen des „äußeren“ KGB nichts von einer Langzeitstrategie wissen. Die Tatsache,
dass Putin in jenen Jahren erst zum Hauptmann und kurz darauf zum Oberstleutnant
befördert worden war und dass ihm zeitgleich das sowjetische „Ehrenabzeichen“
verliehen wurde, beweist, dass Putin kein gewöhnlicher KGB-Agent war. Rahr
spekuliert, dass Putin in der DDR möglicherweise einen Spezialauftrag ausführte.
Dieser mutmaßliche Spezialauftrag könnte mit der hochgeheimen KGB-
Operation „Lutsch“ in Verbindung stehen, die nichts Geringeres als den Sturz des
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