sich
je
positiv
über
die
Sowjetunion
aus.
Sie
hielten
sich
lediglich
mit
Kritik
am
Ostblock zurück, aber wetterten gegen die Weltmacht USA, die Ausbeutung durch
den Kapitalismus, die Zwangsstruktur Familie (siehe S.120), die Unterdrückung
der Frau oder die Zerstörung der Natur. Die sowjetischen Strategen wussten, dass die
neuen Linken im Westen keine Revolution zustande bringen würden, viele von ihnen
insgeheim lieber im Kapitalismus lebten. Sie waren dennoch als destabilisierendes
Element im Gefüge der kapitalistischen Staaten sehr willkommen.'” Ein bekanntes
Beispiel für die kommunistische Unterwanderung stellte der Fall von Günter
Guillaume, dem persönlichen Referenten des SPD-Bundeskanzlers Willi Brandt, dar.
Sejna schrieb, dass die SPD nach erfolgreicher kommunistischer Unterwanderung zum
Hauptwerkzeug der Langzeitstrategie in Deutschland werden sollte. Sejna wusste, wovon
er sprach, da in seinem Heimatland, der Tschechoslowakei, die Sozialdemokraten den
Kommunisten den friedlichen Weg in die Regierung geebnet hatten. Später wurden
viele dieser wohlmeinenden Sozialdemokraten liquidiert und Sejna befürchtete dasselbe
Szenario während Phase 4 in Ländern wie Deutschland. Historische Fakten belegen
inzwischen, dass Willy Brandt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein KGB-Agent war.
Er erklärte seinen Rücktritt, um sich vor seiner Enttarnung zu schützen, nachdem
seine rechte Hand Günter Guillaume schon aufgeflogen war. Brandts prosowjetische
Maßnahmen wie u.a. die Legalisierung der verbotenen KPD unter dem neuen Namen
DKP oder die Unterzeichnung der Ostverträge erhärten diese Vorwürfe. !'””
Ostblock zurück, aber wetterten gegen die Weltmacht USA, die Ausbeutung durch
den Kapitalismus, die Zwangsstruktur Familie (siehe S.120), die Unterdrückung
der Frau oder die Zerstörung der Natur. Die sowjetischen Strategen wussten, dass die
neuen Linken im Westen keine Revolution zustande bringen würden, viele von ihnen
insgeheim lieber im Kapitalismus lebten. Sie waren dennoch als destabilisierendes
Element im Gefüge der kapitalistischen Staaten sehr willkommen.'” Ein bekanntes
Beispiel für die kommunistische Unterwanderung stellte der Fall von Günter
Guillaume, dem persönlichen Referenten des SPD-Bundeskanzlers Willi Brandt, dar.
Sejna schrieb, dass die SPD nach erfolgreicher kommunistischer Unterwanderung zum
Hauptwerkzeug der Langzeitstrategie in Deutschland werden sollte. Sejna wusste, wovon
er sprach, da in seinem Heimatland, der Tschechoslowakei, die Sozialdemokraten den
Kommunisten den friedlichen Weg in die Regierung geebnet hatten. Später wurden
viele dieser wohlmeinenden Sozialdemokraten liquidiert und Sejna befürchtete dasselbe
Szenario während Phase 4 in Ländern wie Deutschland. Historische Fakten belegen
inzwischen, dass Willy Brandt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein KGB-Agent war.
Er erklärte seinen Rücktritt, um sich vor seiner Enttarnung zu schützen, nachdem
seine rechte Hand Günter Guillaume schon aufgeflogen war. Brandts prosowjetische
Maßnahmen wie u.a. die Legalisierung der verbotenen KPD unter dem neuen Namen
DKP oder die Unterzeichnung der Ostverträge erhärten diese Vorwürfe. !'””
Während
man
den
Westen
mit
antikapitalistischer
Beeinflussung
zersetzte,
probte man den vorgetäuschten Zusammenbruch des Kommunismus in
Phase 3. Der Aufbau einer kontrollierten Dissidentenbewegung , bei gleichzeitiger
Ausrottung jeder wahren antikommunistischen und prokapitalistischen
Opposition, diente der Auslösung künstlicher Konflikte innerhalb der
Ostblockstaaten. Diese sollten den Westen von der Schwäche und Zerrissenheit
der UDSSR überzeugen. Im selben Zug wollte man bei der eigenen Bevölkerung die
Hoffnung auf bessere Zeiten wecken, die ihnen der neue Widerstand versprach. Die
echte Opposition wurde ausgeschaltet und die Hoffnung der Unzufriedenen auf die
systemtreuen Revolutionäre gelenkt. Aufrichtige Kämpfer gegen das kommunistische
Regime wurden still und leise in KGB-Gefängnisse oder psychiatrische Anstalten
gesteckt. Die neu erschaffenen Oppositionsbewegungen, die sich lediglich für einen
Kommunismus „mit menschlicherem Antlitz“ aussprachen, wurden indes rund
um die Uhr von der Sowjetpresse thematisiert, um die Aufmerksamkeit des Volkes
und westlicher Menschenrechtsgruppen auf sie zu lenken. Einer der bekanntesten
vom KGB ausgebildeten Pseudodissidenten war Andrej Sacharow, der Vater der
sowjetischen Wasserstoffbombe. Theatralisch inszenierte Gängelung durch die
sowjetischen Behörden, wie zum Beispiel Sacharows Exil in Gorki, erhöhten das
öffentliche Interesse, doch behinderten sie sein Wirken nicht im mindesten. Trotz
Sacharows offen marxistischer Weltanschauung, akzeptierten ihn die westlichen
Eliten als legitimen Vertreter der regimefeindlichen Opposition. Für sein Wirken
bekam Sacharow 1975 sogar den Friedensnobelpreis verliehen, der von seiner Frau
im Westen entgegengenommen wurde. Nur muss man wissen, dass man als normaler
probte man den vorgetäuschten Zusammenbruch des Kommunismus in
Phase 3. Der Aufbau einer kontrollierten Dissidentenbewegung , bei gleichzeitiger
Ausrottung jeder wahren antikommunistischen und prokapitalistischen
Opposition, diente der Auslösung künstlicher Konflikte innerhalb der
Ostblockstaaten. Diese sollten den Westen von der Schwäche und Zerrissenheit
der UDSSR überzeugen. Im selben Zug wollte man bei der eigenen Bevölkerung die
Hoffnung auf bessere Zeiten wecken, die ihnen der neue Widerstand versprach. Die
echte Opposition wurde ausgeschaltet und die Hoffnung der Unzufriedenen auf die
systemtreuen Revolutionäre gelenkt. Aufrichtige Kämpfer gegen das kommunistische
Regime wurden still und leise in KGB-Gefängnisse oder psychiatrische Anstalten
gesteckt. Die neu erschaffenen Oppositionsbewegungen, die sich lediglich für einen
Kommunismus „mit menschlicherem Antlitz“ aussprachen, wurden indes rund
um die Uhr von der Sowjetpresse thematisiert, um die Aufmerksamkeit des Volkes
und westlicher Menschenrechtsgruppen auf sie zu lenken. Einer der bekanntesten
vom KGB ausgebildeten Pseudodissidenten war Andrej Sacharow, der Vater der
sowjetischen Wasserstoffbombe. Theatralisch inszenierte Gängelung durch die
sowjetischen Behörden, wie zum Beispiel Sacharows Exil in Gorki, erhöhten das
öffentliche Interesse, doch behinderten sie sein Wirken nicht im mindesten. Trotz
Sacharows offen marxistischer Weltanschauung, akzeptierten ihn die westlichen
Eliten als legitimen Vertreter der regimefeindlichen Opposition. Für sein Wirken
bekam Sacharow 1975 sogar den Friedensnobelpreis verliehen, der von seiner Frau
im Westen entgegengenommen wurde. Nur muss man wissen, dass man als normaler
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