Sowjetunion
zu
zerschlagen.
Nehmen
wir
an,
die
Sowjetunion
wäre
nicht
aufgrund
ihres rückständigen Wirtschaftssystems am Tropf des Westens gehangen. Nehmen wir
an, das sowjetische Militär hätte das amerikanische Militär in seiner Schlagkraft um
das Dreifache übertroffen. Wir können davon ausgehen, dass die Sowjetunion unter
diesen Bedingungen Amerika und Westeuropa in Schutt und Asche gelegt hätte. Sejna
und Golitsyn berichteten davon, wie ihre Anführer stets von einem militärischen
Angriff fantasierten, der aber aufgrund der militärischen Unterlegenheit einem
Himmelfahrtskommando geglichen hätte.
ihres rückständigen Wirtschaftssystems am Tropf des Westens gehangen. Nehmen wir
an, das sowjetische Militär hätte das amerikanische Militär in seiner Schlagkraft um
das Dreifache übertroffen. Wir können davon ausgehen, dass die Sowjetunion unter
diesen Bedingungen Amerika und Westeuropa in Schutt und Asche gelegt hätte. Sejna
und Golitsyn berichteten davon, wie ihre Anführer stets von einem militärischen
Angriff fantasierten, der aber aufgrund der militärischen Unterlegenheit einem
Himmelfahrtskommando geglichen hätte.
Um
dem
Westen
auch
eine
innere
Spaltung
der
Sowjetunion
vorzuspielen,
kümmerte sich der KGB um den Aufbau einer kontrollierten Opposition in allen
Staaten des Ostblocks, die so tat, als würde sie gegen die herrschende Regierung
im Kreml rebellieren. Diese Dissidenten wurden heimlich vom KGB rekrutiert und
sollten für die Öffentlichkeit die Rolle von Regimekritikern spielen. Sie forderten
aber nicht, wie man es von einer echten Opposition erwarten würde, das Ende des
sowjetischen Kommunismus und die Einführung einer Marktwirtschaft, sondern eine
Art Weiterentwicklung des Kommunismus, der ihn menschenfreundlicher gestalten
sollte. Diese Opposition wurde in Phase 2 zum ersten Mal aktiviert und sollte in Phase
3 eine Schlüsselrolle spielen.
kümmerte sich der KGB um den Aufbau einer kontrollierten Opposition in allen
Staaten des Ostblocks, die so tat, als würde sie gegen die herrschende Regierung
im Kreml rebellieren. Diese Dissidenten wurden heimlich vom KGB rekrutiert und
sollten für die Öffentlichkeit die Rolle von Regimekritikern spielen. Sie forderten
aber nicht, wie man es von einer echten Opposition erwarten würde, das Ende des
sowjetischen Kommunismus und die Einführung einer Marktwirtschaft, sondern eine
Art Weiterentwicklung des Kommunismus, der ihn menschenfreundlicher gestalten
sollte. Diese Opposition wurde in Phase 2 zum ersten Mal aktiviert und sollte in Phase
3 eine Schlüsselrolle spielen.
B.2.
Phase
2
-
„Der
friedliche
Koexistenz-Kampf“
Nachdem
Leonid
Breschnew
in
Phase
1
an
der
neuen
Strategie
und
an
der
Erschaffung zu deren Umsetzung notwendigen Infrastruktur gearbeitet hatte, wurde
er 1964 als neuer Generalsekretär der KPDSU eingesetzt, um die Phase 2 der
Langzeitstrategie einzuleiten. Die wichtigsten Maßnahmen in Phase 2 wurden in Phase
1 schon erläutert: Die Desinformation, das militärische Aufrüsten und der Aufbau einer
künstlichen Opposition. Sie wurden in Phase 1 vorbereitet und in Phase 2 umgesetzt.
Im Mittelpunkt der zweiten Phase stand jedoch nicht nur die Täuschung des Westens
durch Desinformation. Der Westen sollte außerdem durch sowjetische Propaganda
im Inneren zersetzt und geschwächt werden. Da die Sowjetunion militärisch nicht
annähernd in der Lage war, offensiv gegen eine Großmacht wie die USA vorzugehen,
musste man außenpolitisch zu subtileren Mitteln greifen. Die westliche Gesellschaft
sollte unterwandert und ihre freiheitlichen Werte und Ideale mit psychologischer
Kriegsführung zerstört werden. Zehntausende Auftragnehmer Moskaus wurden
im Westen in Schlüsselpositionen des öffentlichen Lebens gebracht: In den
Bildungseinrichtungen, den Medien, der Religion, der Politik, in der Literatur und
der Kunst. Gleichzeitig setzte man auf die Unterwanderung und Instrumentalisierung
von Gewerkschaften. Das führte schließlich zum Erscheinen der sogenannten 68er-
Bewegung, aus deren Protagonisten später der Feminismus und die Oko-Bewegung
rekrutierten. Zwei Ideologien, die bis heute daran arbeiten, den Westen zugunsten
Russlands zu schwächen (siehe S.153 f.). Zahlreiche 68er schafften es an die Spitze der
europäischen und amerikanischen Politik, wo sie den Sozialismus durch die Hintertür
einfithrten.'” Kaum einer der von Moskau finanzierten nützlichen Idioten sprach
Erschaffung zu deren Umsetzung notwendigen Infrastruktur gearbeitet hatte, wurde
er 1964 als neuer Generalsekretär der KPDSU eingesetzt, um die Phase 2 der
Langzeitstrategie einzuleiten. Die wichtigsten Maßnahmen in Phase 2 wurden in Phase
1 schon erläutert: Die Desinformation, das militärische Aufrüsten und der Aufbau einer
künstlichen Opposition. Sie wurden in Phase 1 vorbereitet und in Phase 2 umgesetzt.
Im Mittelpunkt der zweiten Phase stand jedoch nicht nur die Täuschung des Westens
durch Desinformation. Der Westen sollte außerdem durch sowjetische Propaganda
im Inneren zersetzt und geschwächt werden. Da die Sowjetunion militärisch nicht
annähernd in der Lage war, offensiv gegen eine Großmacht wie die USA vorzugehen,
musste man außenpolitisch zu subtileren Mitteln greifen. Die westliche Gesellschaft
sollte unterwandert und ihre freiheitlichen Werte und Ideale mit psychologischer
Kriegsführung zerstört werden. Zehntausende Auftragnehmer Moskaus wurden
im Westen in Schlüsselpositionen des öffentlichen Lebens gebracht: In den
Bildungseinrichtungen, den Medien, der Religion, der Politik, in der Literatur und
der Kunst. Gleichzeitig setzte man auf die Unterwanderung und Instrumentalisierung
von Gewerkschaften. Das führte schließlich zum Erscheinen der sogenannten 68er-
Bewegung, aus deren Protagonisten später der Feminismus und die Oko-Bewegung
rekrutierten. Zwei Ideologien, die bis heute daran arbeiten, den Westen zugunsten
Russlands zu schwächen (siehe S.153 f.). Zahlreiche 68er schafften es an die Spitze der
europäischen und amerikanischen Politik, wo sie den Sozialismus durch die Hintertür
einfithrten.'” Kaum einer der von Moskau finanzierten nützlichen Idioten sprach
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