-
Phase
1:
„Die
Periode
der
Vorbereitung
zur
friedlichen
Koexistenz“,
1956-1959
- Phase 2: „Der friedliche Koexistenz-Kampf“, 1960-1972
- Phase 2: „Der friedliche Koexistenz-Kampf“, 1960-1972
-
Phase
3:
„Die
Periode
des
dynamischen
sozialen
Wandels“,
1973-1995
-
Phase
4:
„Die
Ara
des
weltweiten
demokratischen
Friedens“,
ab
1995
Ich
werde
nun
jede
Phase
genauer
erklären,
um
schlussendlich
zu
Putins
heutigem
Russland zu gelangen, das von den alternativen Medien mit Feuereifer verteidigt wird.
Russland zu gelangen, das von den alternativen Medien mit Feuereifer verteidigt wird.
B.1.
Phase
1
-
„Die
Periode
der
Vorbereitung
zur
friedlichen
Koexistenz‘‘
Einen
Teil
der
Phase
1
habe
ich
schon
vorweggenommen:
Die
Neustrukturierung
des KGB und die Distanzierung vom Stalinismus. Es ging vor allem darum, die
Beziehungen zum Westen wieder zu normalisieren und währenddessen - wie der
Name schon sagt - die Vorbereitung für die folgenden drei Phasen zu treffen. Der
Schwerpunkt wurde auf eine vielschichtige Täuschung des Westens gelegt. Das reichte
von der grundlegenden Vernebelung der militärischen Schlagkraft des Ostblocks,
der Verheimlichung kommunistischer Operationen bis zur Platzierung falscher
Informationen in den westlichen Medien zum Zwecke der Irreführung gegnerischer
Regierungen und vor allem der westlichen Bevölkerung. Dafür richtete Alexander
Schelepin extra die Abteilung D (Desinformation) innerhalb des KGB ein, die
unablässig ein verzerrtes Bild der Sowjetunion im Westen verbreitete. Die Leitung der
sowjetischen Abteilung D hatte der später zum General beförderte Oberst Iwan Agajanz
inne, der seinen Mitarbeitern 1968 folgende, für die Arbeitsweise dieser Behörde
typische Anweisung gab: Wir müssen westliche Journalisten ständig ermuntern, exakt das
Gegenteil von dem zu schreiben, was wir in Wirklichkeit vorhaben. Jeder, der über unsere
wahren Pläne genau oder unparteiisch, in der westlichen Auffassung dieser Worte, schreibt
oder spricht, muss rasch als Rechter oder Faschist abqualifiziert oder der Lächerlichkeit
ausgesetzt werden.'”” Das größte Geheimnis, das selbst den meisten Mitarbeitern des
KGB nicht preisgegeben wurde, war die Langzeitstrategie per se. Sowohl die Bewohner
des Ostblocks als-auch die Bewohner des Westens mussten mehrheitlich von einem
echten Untergang der Sowjetunion in Phase 3 überzeugt werden, um den Übergang zu
Phase 4 überhaupt möglich zu machen.
des KGB und die Distanzierung vom Stalinismus. Es ging vor allem darum, die
Beziehungen zum Westen wieder zu normalisieren und währenddessen - wie der
Name schon sagt - die Vorbereitung für die folgenden drei Phasen zu treffen. Der
Schwerpunkt wurde auf eine vielschichtige Täuschung des Westens gelegt. Das reichte
von der grundlegenden Vernebelung der militärischen Schlagkraft des Ostblocks,
der Verheimlichung kommunistischer Operationen bis zur Platzierung falscher
Informationen in den westlichen Medien zum Zwecke der Irreführung gegnerischer
Regierungen und vor allem der westlichen Bevölkerung. Dafür richtete Alexander
Schelepin extra die Abteilung D (Desinformation) innerhalb des KGB ein, die
unablässig ein verzerrtes Bild der Sowjetunion im Westen verbreitete. Die Leitung der
sowjetischen Abteilung D hatte der später zum General beförderte Oberst Iwan Agajanz
inne, der seinen Mitarbeitern 1968 folgende, für die Arbeitsweise dieser Behörde
typische Anweisung gab: Wir müssen westliche Journalisten ständig ermuntern, exakt das
Gegenteil von dem zu schreiben, was wir in Wirklichkeit vorhaben. Jeder, der über unsere
wahren Pläne genau oder unparteiisch, in der westlichen Auffassung dieser Worte, schreibt
oder spricht, muss rasch als Rechter oder Faschist abqualifiziert oder der Lächerlichkeit
ausgesetzt werden.'”” Das größte Geheimnis, das selbst den meisten Mitarbeitern des
KGB nicht preisgegeben wurde, war die Langzeitstrategie per se. Sowohl die Bewohner
des Ostblocks als-auch die Bewohner des Westens mussten mehrheitlich von einem
echten Untergang der Sowjetunion in Phase 3 überzeugt werden, um den Übergang zu
Phase 4 überhaupt möglich zu machen.
Um
dem
Westen
die
Angst
vor
dem
Aggressionspotenzial
der
UDSSR
zu
nehmen,
täuschte der Ostblock seine Schwäche vor, indem er dem Westen eine gespaltene
kommunistische Welt vorspielte. Die Abteilung D inszenierte künstliche Konflikte
innerhalb der kommunistischen Welt, die verschleiern sollten, dass Westeuropa
und die USA in Wahrheit einem vereinten kommunistischen Block mit einer
gemeinsamen Langzeitstrategie gegenüberstanden. Der außenstehende Beobachter
sollte allerdings den Eindruck bekommen, die kommunistische Welt sei von Differenzen
zwischen Kommunisten sowjetischer, chinesischer oder kubanischer Prägung, zwischen
täuschte der Ostblock seine Schwäche vor, indem er dem Westen eine gespaltene
kommunistische Welt vorspielte. Die Abteilung D inszenierte künstliche Konflikte
innerhalb der kommunistischen Welt, die verschleiern sollten, dass Westeuropa
und die USA in Wahrheit einem vereinten kommunistischen Block mit einer
gemeinsamen Langzeitstrategie gegenüberstanden. Der außenstehende Beobachter
sollte allerdings den Eindruck bekommen, die kommunistische Welt sei von Differenzen
zwischen Kommunisten sowjetischer, chinesischer oder kubanischer Prägung, zwischen
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