Verfassung festgeschrieben, wobei alle Mittel erlaubt waren, die diesem Ziel Vorschub
leisteten.” Das wichtigste Mittel, um langfristigen politischen Erfolg zu haben, war
für die Kommunisten schon immer die Täuschung ihrer Gegner. Lenin befürwortete
die Lüge stets als probates Mittel, um die kommunistischen Zwecke zu erfüllen:
Die Kommunisten müssen darauf vorbereitet sein, jedes Opfer zu bringen und, wenn
nötig, sogar zu jeder Art von Verschlagenheit, Intrige und Kriegslust ihre Zuflucht zu
nehmen, um ungesetzliche Methoden anzuwenden, um sich der Wahrheit zu entziehen
und sie zu verheimlichen.”® Die Taktik der Sowjets zeichnete sich stets durch eine
propagandistische Vorspiegelung falscher Tatsachen aus, da man die kapitalistische
Welt über die eigene politische Zielsetzung stets im Dunkeln halten wollte. So glaubte
der Westen 1921, der Kommunismus habe sein Ende gefunden, als Lenin nach
vier Jahren Bürgerkrieg und ca. zehn Millionen Toten, wieder marktwirtschaftliche
Elemente in der Sowjetunion einführte. In Wahrheit öffnete Lenin das Land nur
kurzzeitig für Investitionen der Banker, die die Oktoberrevolution finanziert hatten.
Sie sollten die am Boden liegende Industrie wiederbeleben. Die sowjetischen
Märkte wurden bei dieser Maßnahme aber nicht geöffnet. Die Geheimpolizei GPU
überwachte die Investitionen aus dem Westen und kümmerte sich weiterhin um die
Unterdrückung einer echten libertären Opposition. Nachdem westliche Technologie
und Investitionen der Sowjetregierung wieder auf die Beine geholfen hatten, kehrte
man 1929 unter Stalin mit Kollektivierung der Landwirtschaft und der Verstaatlichung
der Industrie - unter der Devise einer sozialistischen Offensive an allen Fronten - zurück
zur knallharten Planwirtschaft.”! Immer wieder wurde der westlichen Bevölkerung ein
- je nach Situation - friedliches, schwaches, einsichtiges oder vernünftiges Bild der
sozialistischen Anführer verkauft. Die Hilfestellung, die die Sowjets vor allem von den
amerikanischen Präsidenten Wilson, Roosevelt und Nixon bekamen, sicherte ihnen die
Erhaltung ihres Großreichs. Man müsste sehr naiv sein, um zu glauben, die Rettung
der Sowjetunion durch westliche Technologie-Transfers wäre der Inkompetenz der
westlichen Regierungen anzukreiden. Die westlichen Politiker standen im Dienste
der Rothschilds und wussten, dass sie für ihre eigenen Machtspiele einen Feind
brauchten, mit dem sie ihre repressiven Maßnahmen rechtfertigen konnten. Da
der Zusammenbruch des Kommunismus schon 1921 erfolgreich von den sowjetischen
Führern vorgespielt wurde, stellten die sowjetischen Strategen im Jahr 1956 die
Weichen für ein größeres Schauspiel, das die westliche Öffentlichkeit in die Irre
führen sollte. Die Vollendung der kommunistischen Weltregierung sollte mit
einem täuschend echten Zusammenbruch der gesamten Sowjetunion realisiert
werden. Der Plan zur Errichtung der Weltregierung begann mit dem 20. Parteitag
der KPDSU im Februar 1956. Hier rechnete Chruschtschow zum ersten Mal mit
dem Stalinismus ab, der in der ganzen Welt Angst und Schrecken verbreitet hatte.
Er forderte tiefgreifende Änderungen im kommunistischen System, um mit der
dunklen Vergangenheit zu brechen. Damit war jedoch keine echte Aufarbeitung von
Stalins Verbrechen und die Verurteilung von Stalins ehemaligen Schergen gemeint.
Davon sollte allein die Außenwelt überzeugt werden. Chruschtschow war zur Zeit
der Stalin‘schen Massenmorde in der Ukraine selbst einer der ergebensten Komplizen

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