(!)
der
Reise
eine
Million
Dollar
an
die
Bolschewisten
spendete.
Die
Geldsumme,
die er während der Reise verteilte, ist nicht bekannt.
die er während der Reise verteilte, ist nicht bekannt.
Allein
die
späteren
Rollen
der
drei
Übersetzer,
die
Thompson
begleiteten,
sprechen
Bände: Captain Ilovaisky war ein russischer Bolschewist. Boris Reinstein wurde später
Lenins Sekretär und der Chef von Karl Radeks „Büro für Internationale Propaganda“.
Alexander Gumberg war ein bolschewistischer Agent in Skandinavien und Bruder des
späteren Ministers Zorin.®'
Bände: Captain Ilovaisky war ein russischer Bolschewist. Boris Reinstein wurde später
Lenins Sekretär und der Chef von Karl Radeks „Büro für Internationale Propaganda“.
Alexander Gumberg war ein bolschewistischer Agent in Skandinavien und Bruder des
späteren Ministers Zorin.®'
Thompson
verließ
Russland
im
frühen
Dezember.
Seine
rechte
Hand
. Robins blieb jedoch in Petrograd und führte die Mission für ihn weiter. Die
Ärzte, die eigentlich eine medizinische Hilfsmission darstellen sollten, waren,
wie schon erwähnt, Mitte September schon nach Amerika zurückgekehrt. Auch
Robins war ein für die Öffentlichkeit links-orientierter Monopol-Kapitalist, der
seit 1912 Mitglied in Roosevelts „Progressive Party“ war. Drei Wochen nach Beginn
der bolschewistischen Phase der Revolution kabelte er an Henry Davison, den
Präsidenten des amerikanischen Roten Kreuzes und finanziellen Unterstützer von US-
Präsident Woodrow Wilson, er solle sich unbedingt bei Wilson für eine Anerkennung
der Bolschewisten stark machen. Thompson legte bei seiner Überfahrt in die USA
einen Zwischenstopp in England ein, wo er sich zu einer privaten Unterredung
mit Premierminister Lloyd George im Kriegskabinett traf. Er sprach sich bei
Lloyd George ebenfalls für eine Partnerschaft mit der neuen russischen Regierung
aus. Die Dokumente des britischen Kriegskabinetts zeigen, dass Ihompson den
Premierminister in der Tat zum Einlenken in Richtung der Sowjets brachte, was von
der Mehrzahl der britischen Parlamentsabgeordneten als Gefahr betrachtet wurde.
Erstaunlich, wie viel Einfluss eine in der Mainstream-Geschichte vollkommen
unbekannte Person wie Ihompson geltend machen konnte. Lloyd Georges pro-
sowjetische Richtungsänderung lässt sich auch mit dem Einfluss seines engsten
Beraters Lord Milner erklären. Auch Milner war ein enger Vertrauter von Cecil
Rhodes (siehe S.58), womit wir ihn auch über zwei Ecken mit den Nya-Banken
(siehe S.58) in Verbindung bringen können. Milner machte kein Geheimnis aus
seiner Zuneigung zum Marxismus: Marx‘ großartiges Buch ‚Das Kapital‘ ist zur gleichen
Zeit ein Monument des logischen Denkens und ein Lagerhaus an Fakten.® Der General
Arsene de Goulevitch berichtete in seinem Buch „Czarism and the Revolution“: In
Privatgesprächen wurde mir mitgeteilt, dass Lord Alfred Milner mehr als 21 Millionen
Rubel zur Finanzierung der Russischen Revolution ausgab.®® Nach seiner
Rückkehr in die USA machte Thompson weiter Werbung für die Kommunisten
und fand Verbündete im Vorstand der Federal Reserve, die Druck auf Woodrow
Wilson ausübten.® Einer der bedeutendsten Deals, der im sowjetischen Büro (siehe
S.60) mit einer amerikanischen Firma ausgehandelt wurde, war eine Bestellung
der sowjetischen Regierung bei der Firma Morris & Co. Die Bolschewisten
bestellten aufgrund der absehbaren Lebensmittelkrise im Jahr 1919 25 Millionen
Kilo Lebensmittel im Wert von zehn Millionen Dollar. Der Chef von Morris & Co.
war der Schwager von Harold H. Swift, der wiederum zu den 29 Mitgliedern von
Thompsons Roter-Kreuz-Mission gehörte. *
. Robins blieb jedoch in Petrograd und führte die Mission für ihn weiter. Die
Ärzte, die eigentlich eine medizinische Hilfsmission darstellen sollten, waren,
wie schon erwähnt, Mitte September schon nach Amerika zurückgekehrt. Auch
Robins war ein für die Öffentlichkeit links-orientierter Monopol-Kapitalist, der
seit 1912 Mitglied in Roosevelts „Progressive Party“ war. Drei Wochen nach Beginn
der bolschewistischen Phase der Revolution kabelte er an Henry Davison, den
Präsidenten des amerikanischen Roten Kreuzes und finanziellen Unterstützer von US-
Präsident Woodrow Wilson, er solle sich unbedingt bei Wilson für eine Anerkennung
der Bolschewisten stark machen. Thompson legte bei seiner Überfahrt in die USA
einen Zwischenstopp in England ein, wo er sich zu einer privaten Unterredung
mit Premierminister Lloyd George im Kriegskabinett traf. Er sprach sich bei
Lloyd George ebenfalls für eine Partnerschaft mit der neuen russischen Regierung
aus. Die Dokumente des britischen Kriegskabinetts zeigen, dass Ihompson den
Premierminister in der Tat zum Einlenken in Richtung der Sowjets brachte, was von
der Mehrzahl der britischen Parlamentsabgeordneten als Gefahr betrachtet wurde.
Erstaunlich, wie viel Einfluss eine in der Mainstream-Geschichte vollkommen
unbekannte Person wie Ihompson geltend machen konnte. Lloyd Georges pro-
sowjetische Richtungsänderung lässt sich auch mit dem Einfluss seines engsten
Beraters Lord Milner erklären. Auch Milner war ein enger Vertrauter von Cecil
Rhodes (siehe S.58), womit wir ihn auch über zwei Ecken mit den Nya-Banken
(siehe S.58) in Verbindung bringen können. Milner machte kein Geheimnis aus
seiner Zuneigung zum Marxismus: Marx‘ großartiges Buch ‚Das Kapital‘ ist zur gleichen
Zeit ein Monument des logischen Denkens und ein Lagerhaus an Fakten.® Der General
Arsene de Goulevitch berichtete in seinem Buch „Czarism and the Revolution“: In
Privatgesprächen wurde mir mitgeteilt, dass Lord Alfred Milner mehr als 21 Millionen
Rubel zur Finanzierung der Russischen Revolution ausgab.®® Nach seiner
Rückkehr in die USA machte Thompson weiter Werbung für die Kommunisten
und fand Verbündete im Vorstand der Federal Reserve, die Druck auf Woodrow
Wilson ausübten.® Einer der bedeutendsten Deals, der im sowjetischen Büro (siehe
S.60) mit einer amerikanischen Firma ausgehandelt wurde, war eine Bestellung
der sowjetischen Regierung bei der Firma Morris & Co. Die Bolschewisten
bestellten aufgrund der absehbaren Lebensmittelkrise im Jahr 1919 25 Millionen
Kilo Lebensmittel im Wert von zehn Millionen Dollar. Der Chef von Morris & Co.
war der Schwager von Harold H. Swift, der wiederum zu den 29 Mitgliedern von
Thompsons Roter-Kreuz-Mission gehörte. *
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