sichern
sollten.
Der
russische
Markt
sollte
für
alle
anderen
gesperrt
sein,
außer
für die Monopolisten. Im Vorstand der AIC saßen vor allem Banker und Vertreter
korporatistischer Unternehmen wie General Electric, welches sich später die
Konzessionen für die Elektrifizierung Russlands unter den Nagel riss. Die AIC kaufte
und gründete Dutzende Firmen, während sie etablierte Firmen wie General Electric
und Standard Oil für ihre Zwecke einspannte.
für die Monopolisten. Im Vorstand der AIC saßen vor allem Banker und Vertreter
korporatistischer Unternehmen wie General Electric, welches sich später die
Konzessionen für die Elektrifizierung Russlands unter den Nagel riss. Die AIC kaufte
und gründete Dutzende Firmen, während sie etablierte Firmen wie General Electric
und Standard Oil für ihre Zwecke einspannte.
Anstelle
einer
üblichen
Botschaft
gründeten
die
Sowjets
1919
in
New
York
ein sowjetisches Auslandsbüro als einzige diplomatische Vertretung. Das Büro
diente in erster Linie als Handelsagentur der sowjetischen Regierung. Da kurz nach
der Gründung bereits der Verdacht der politischen Subversion laut wurde, wurden die
Büros auf Geheiß des Lusk-Komitees, das kommunistisch-aufrührerische Aktivitäten
in den USA untersuchte, von Ermittlern durchsucht. Es kam eine Liste mit 1000
Firmen zum Vorschein, die mit den Sowjets in Kontakt waren, darunter zahlreiche
Firmen der AIC. Der Leiter und Quasi-Botschafter des Büros war der deutsch-
ukrainische Ingenieur Ludwig Martens, der 1915 nach Amerika ausgewandert
war. Dort leitete der überzeugte Kommunist die Firma Weinberg & Posner, die
sich in exakt demselben Gebäude am Broadway befand wie die New Yorker Federal
Reserve, die American International Corporation und General Electric. In der New
York Times vom 17. November 1921 brüstete sich Martins damit, dass sein Ziel,
die Sowjetregierung in den USA anzuerkennen, von den größten Unternehmen
der USA unterstützt wiirde.”® Zudem finanzierte sich das Büro mit amerikanischen
Finanzhilfen, die u.a. von der Guaranty Trust Company kamen.” Martens
wurde 1921 wegen seiner prosowjetischen Handlungen aus den USA ausgewiesen.
In Russland erwartete ihn allerdings eine hohe Position im kommunistischen
Machtapparat, die er mit Freude annahm. Auch das sowjetische Büro wurde
aufgelöst, doch die Handelsbeziehungen wurden zwei Jahre später mit der Gründung
der Ruskom-Bank wiederbelebt. Die AIC nutzte offizielle Regierungskanäle für
ihre Geschäfte mit der Sowjetunion. Ihr Geschäftsführer William Franklin
Sands hatte direkten Kontakt zum damaligen Außenminister Robert Lansing,
da er selbst im Außenministerium gearbeitet hatte. Sands empfahl Lansing die
Sowjetunion außenpolitisch anzuerkennen, um den Handel mit Russland zu
fördern, wohlwissend, dass nur die Firmen der AIC davon profitieren würden. Die
amerikanische Geschäftswelt machte in zahlreichen Briefen Druck, die russische
Regierung endlich diplomatisch anzuerkennen. Dafür veröffentlichte man sogar
falsche Statistiken, nach denen 90 Prozent der russischen Bevölkerung hinter den
Bolschewisten stünden, oder man unterstützte heimlich pro-sowjetische Schriftsteller
in den USA. Sands von der AIC hatte bereits in seiner Position als Direktor der
Federal Reserve eine Million Dollar für die Revolution der Bolschewisten gespendet.”
Die Firmen, die sich in der AIC versammelt hatten, bekamen die Aufträge für
die Industrialisierung Russlands, während die Konkurrenz leer ausging. Die
Kommunisten zahlten mit russischem Gold, während die Banken im Vorstand der
AIC nichts als Papierdollars der frisch gegründeten Federal Reserve investierten. So
funktioniert Korporatismus, gepaart mit Fiat-Banking.
ein sowjetisches Auslandsbüro als einzige diplomatische Vertretung. Das Büro
diente in erster Linie als Handelsagentur der sowjetischen Regierung. Da kurz nach
der Gründung bereits der Verdacht der politischen Subversion laut wurde, wurden die
Büros auf Geheiß des Lusk-Komitees, das kommunistisch-aufrührerische Aktivitäten
in den USA untersuchte, von Ermittlern durchsucht. Es kam eine Liste mit 1000
Firmen zum Vorschein, die mit den Sowjets in Kontakt waren, darunter zahlreiche
Firmen der AIC. Der Leiter und Quasi-Botschafter des Büros war der deutsch-
ukrainische Ingenieur Ludwig Martens, der 1915 nach Amerika ausgewandert
war. Dort leitete der überzeugte Kommunist die Firma Weinberg & Posner, die
sich in exakt demselben Gebäude am Broadway befand wie die New Yorker Federal
Reserve, die American International Corporation und General Electric. In der New
York Times vom 17. November 1921 brüstete sich Martins damit, dass sein Ziel,
die Sowjetregierung in den USA anzuerkennen, von den größten Unternehmen
der USA unterstützt wiirde.”® Zudem finanzierte sich das Büro mit amerikanischen
Finanzhilfen, die u.a. von der Guaranty Trust Company kamen.” Martens
wurde 1921 wegen seiner prosowjetischen Handlungen aus den USA ausgewiesen.
In Russland erwartete ihn allerdings eine hohe Position im kommunistischen
Machtapparat, die er mit Freude annahm. Auch das sowjetische Büro wurde
aufgelöst, doch die Handelsbeziehungen wurden zwei Jahre später mit der Gründung
der Ruskom-Bank wiederbelebt. Die AIC nutzte offizielle Regierungskanäle für
ihre Geschäfte mit der Sowjetunion. Ihr Geschäftsführer William Franklin
Sands hatte direkten Kontakt zum damaligen Außenminister Robert Lansing,
da er selbst im Außenministerium gearbeitet hatte. Sands empfahl Lansing die
Sowjetunion außenpolitisch anzuerkennen, um den Handel mit Russland zu
fördern, wohlwissend, dass nur die Firmen der AIC davon profitieren würden. Die
amerikanische Geschäftswelt machte in zahlreichen Briefen Druck, die russische
Regierung endlich diplomatisch anzuerkennen. Dafür veröffentlichte man sogar
falsche Statistiken, nach denen 90 Prozent der russischen Bevölkerung hinter den
Bolschewisten stünden, oder man unterstützte heimlich pro-sowjetische Schriftsteller
in den USA. Sands von der AIC hatte bereits in seiner Position als Direktor der
Federal Reserve eine Million Dollar für die Revolution der Bolschewisten gespendet.”
Die Firmen, die sich in der AIC versammelt hatten, bekamen die Aufträge für
die Industrialisierung Russlands, während die Konkurrenz leer ausging. Die
Kommunisten zahlten mit russischem Gold, während die Banken im Vorstand der
AIC nichts als Papierdollars der frisch gegründeten Federal Reserve investierten. So
funktioniert Korporatismus, gepaart mit Fiat-Banking.
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