C.1.
Das
Geldsystem
Wie
bereits
erläutert,
entsteht
ein
Markt
überall
dort,
wo
das
Gebot
der
Nächsten-
liebe gilt. (siehe S.27) Da wenige Menschen es vorziehen, sich selbst zu versorgen,
werden sie ihr Eigentum und ihre Arbeitskraft gegen das Eigentum oder die Arbeitskraft
von anderen Menschen eintauschen, um ihren Wohlstand zu steigern. Man müsste
Sie dazu zwingen, es nicht zu tun! Ich habe schon in meinen letzten zwei Büchern
erläutert, wie das Geldsystem funktioniert, deshalb halte ich mich so kurz wie möglich.
Viele klassische Tauschgeschäfte sind sehr kompliziert, oft sogar schlicht nicht
umsetzbar: Ein Bäcker kann einen Autoverkäufer z.B. nicht mit 30.000 Brötchen
bezahlen. Deshalb nutzt die Menschheit seit tausenden Jahren ein Tauschmittel: Meist
Gold und Silber. Der Bäcker kann das Auto mit dem Tauschmittel kaufen, obwohl der
Autoverkäufer keinen Bedarf an seinen Brötchen hat.
liebe gilt. (siehe S.27) Da wenige Menschen es vorziehen, sich selbst zu versorgen,
werden sie ihr Eigentum und ihre Arbeitskraft gegen das Eigentum oder die Arbeitskraft
von anderen Menschen eintauschen, um ihren Wohlstand zu steigern. Man müsste
Sie dazu zwingen, es nicht zu tun! Ich habe schon in meinen letzten zwei Büchern
erläutert, wie das Geldsystem funktioniert, deshalb halte ich mich so kurz wie möglich.
Viele klassische Tauschgeschäfte sind sehr kompliziert, oft sogar schlicht nicht
umsetzbar: Ein Bäcker kann einen Autoverkäufer z.B. nicht mit 30.000 Brötchen
bezahlen. Deshalb nutzt die Menschheit seit tausenden Jahren ein Tauschmittel: Meist
Gold und Silber. Der Bäcker kann das Auto mit dem Tauschmittel kaufen, obwohl der
Autoverkäufer keinen Bedarf an seinen Brötchen hat.
Es
ist
Fakt,
dass
die
Menschheit
Gold
und
Silber
immer
als
Tauschmittel
benutzt
hat, wenn man sie nicht zu einem anderen Tauschmittel gezwungen hat. Würde
jemand ein Tauschmittel erfinden oder entdecken, welches besser ist als Gold und
Silber, würde die Menschheit dieses neue Tauschmittel benutzen, wenn sie nicht
zur Benutzung eines anderen Tauschmittels gezwungen wird. Was ich damit sagen
will: Wenn man die Menschen zu nichts zwingt, kann man sie auch nicht zur
Benutzung eines Tauschmittels zwingen. Sie werden sich automatisch für das
ihnen nützlichste Tauschmittel entscheiden: Das sollte bis zum heutigen Tag Gold
und Silber sein, aber wer bin ich, um das zu wissen? Vielleicht wurde ja gestern ein
neues Edelmetall entdeckt, das sich noch leichter teilen und aufbewahren lässt als
Gold. Vielleicht entwickelt ein raffinierter Wissenschaftler morgen ein Verfahren zur
synthetischen Herstellung von Gold und macht das einstige Edelmetall so vollkommen
wertlos. Das würde die Marktteilnehmer von Gold abrücken lassen. Die Entscheidung
für ein anderes Tauschmittel würde das Gebot der Nächstenliebe nicht brechen, da sie
ohne Zwang getroffen wird. Die Entscheidung wird das Glück und den Wohlstand
der Marktteilnehmer vergrößern, sonst würde sie ja nicht getroffen werden. Diese
freie Entscheidung bei der Wahl des Tauschmittels ist heute allerdings weltweit
gesetzlich eingeschränkt, was fatale Konsequenzen für die Marktteilnehmer nach sich
zieht und jenen große Vorteile bringt, die es einschränken.
hat, wenn man sie nicht zu einem anderen Tauschmittel gezwungen hat. Würde
jemand ein Tauschmittel erfinden oder entdecken, welches besser ist als Gold und
Silber, würde die Menschheit dieses neue Tauschmittel benutzen, wenn sie nicht
zur Benutzung eines anderen Tauschmittels gezwungen wird. Was ich damit sagen
will: Wenn man die Menschen zu nichts zwingt, kann man sie auch nicht zur
Benutzung eines Tauschmittels zwingen. Sie werden sich automatisch für das
ihnen nützlichste Tauschmittel entscheiden: Das sollte bis zum heutigen Tag Gold
und Silber sein, aber wer bin ich, um das zu wissen? Vielleicht wurde ja gestern ein
neues Edelmetall entdeckt, das sich noch leichter teilen und aufbewahren lässt als
Gold. Vielleicht entwickelt ein raffinierter Wissenschaftler morgen ein Verfahren zur
synthetischen Herstellung von Gold und macht das einstige Edelmetall so vollkommen
wertlos. Das würde die Marktteilnehmer von Gold abrücken lassen. Die Entscheidung
für ein anderes Tauschmittel würde das Gebot der Nächstenliebe nicht brechen, da sie
ohne Zwang getroffen wird. Die Entscheidung wird das Glück und den Wohlstand
der Marktteilnehmer vergrößern, sonst würde sie ja nicht getroffen werden. Diese
freie Entscheidung bei der Wahl des Tauschmittels ist heute allerdings weltweit
gesetzlich eingeschränkt, was fatale Konsequenzen für die Marktteilnehmer nach sich
zieht und jenen große Vorteile bringt, die es einschränken.
Bleiben
wir
dabei:
Gold
und
Silber
erfüllen
heute
noch
am
besten
die
notwendigen
Eigenschaften eines Tauschmittels: Edelmetalle sind knapp, teilbar, homogen, billig zu
transportieren und aufzubewahren, relativ leicht in ihrem Gehalt zu erkennen - den
berühmten Biss auf die Goldmünze kennen Sie sicherlich aus Westernfilmen -, von
enormer Haltbarkeit und nicht beliebig vermehrbar.“ Doch über all diese Eigenschaften
muss der Marktteilnehmer nichts wissen. Es reicht für ihn, eines zu beobachten:
Edelmetalle werden nachgefragt! Sie werden zwar aufgrund dieser Eigenschaften
nachgefragt, doch das muss den Marktteilnehmer nicht interessieren. Für ihn reicht
es, festzustellen, dass eine Nachfrage nach Edelmetallen besteht. Es ist egal, wie
diese Nachfrage zustande kommt. Gold wird seit Jahrtausenden von den Menschen
wertgeschätzt und deshalb ist Gold eine sehr absatzfähige Ware. Die Betonung liegt
Eigenschaften eines Tauschmittels: Edelmetalle sind knapp, teilbar, homogen, billig zu
transportieren und aufzubewahren, relativ leicht in ihrem Gehalt zu erkennen - den
berühmten Biss auf die Goldmünze kennen Sie sicherlich aus Westernfilmen -, von
enormer Haltbarkeit und nicht beliebig vermehrbar.“ Doch über all diese Eigenschaften
muss der Marktteilnehmer nichts wissen. Es reicht für ihn, eines zu beobachten:
Edelmetalle werden nachgefragt! Sie werden zwar aufgrund dieser Eigenschaften
nachgefragt, doch das muss den Marktteilnehmer nicht interessieren. Für ihn reicht
es, festzustellen, dass eine Nachfrage nach Edelmetallen besteht. Es ist egal, wie
diese Nachfrage zustande kommt. Gold wird seit Jahrtausenden von den Menschen
wertgeschätzt und deshalb ist Gold eine sehr absatzfähige Ware. Die Betonung liegt
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