deshalb ist ihnen auch das für normale Menschen geltende Gebot der Nächstenliebe
fremd

5. Essenzielle Psychopathen haben ihre eigene Bösartigkeit und das bösartige
System, das sie errichten, durchschaut. Sie wissen im Gegensatz zu den wahnhaften
Psychopathen, die meist an ihre eigene Vision oder Ideologie glauben, dass das System
nur zur Befriedigung ihrer Gier und ihres Machtbedürfnisses existiert.

6. Essenzielle Psychopathen sind meist „graue Eminenzen“ im Hintergrund, die die
Überzeugungsarbeit von nicht-essenziellen Psychopathen machen lassen, jedoch
die nicht-essenziellen Psychopathen, die dem Volk als oberste Anführer präsentiert
werden, aus dem Hintergrund steuern. So war der essenzielle Psychopath hinter Stalin
Beria und hinter Hitler Bormann (siehe S.22). Das erklärt auch, warum Hitler sich
keine Exekutionen ansehen konnte bzw. sich dabei übergeben musste. Essenzielle
Psychopathen hätten höchstwahrscheinlich keine Probleme damit, Menschen beim
Sterben zuzusehen.

Ein essenzieller Psychopath, der sein Werk auch in der Zukunft fortgesetzt
sehen will, muss demnach nichts machen als Kinder zu zeugen. Sollte sich
die Psychopathie in manchen Fällen nicht vererben, wird er seine Kinder so
erziehen, dass sie zumindest psychopathisches Gedankengut annehmen, welches
deren Kinder mit großer Wahrscheinlichkeit ebenso annehmen werden. Das
angenommene Gedankengut kann allerdings durch Selbsterkenntnis abgeworfen
werden, wenn die Psychopathie nicht vererbt wurde (siehe S.22). Bei vererbter
essenzieller Psychopathie ist eine Therapie dagegen zwecklos. Ein essenzieller
Psychopath wird deshalb darauf achten, dass seine Anomalie mit höchstmöglicher
Wahrscheinlichkeit biologisch vererbt wird. Er kann die Wahrscheinlichkeit
einer Nichtvererbung seiner essenziellen Psychopathie am effektivsten durch
Inzest verringern. Damit hat Inzest für Psychopathen zwei Funktionen. Erstens die
der Vererbung der Psychopathie, zweitens die des Machterhalts innerhalb der eigenen
Familie. Hoppe schrieb über Königsfamilien: Je größer die herrschende Familie jedoch
ist, umso kleiner wird für jeden der Anteil der gesamten Beschlagnahmungen der Regierung
sein. Daher wird Heirat typischerweise beschränkt bleiben auf Mitglieder der erweiterten
Familie des Herrschers. Nur in Ausnahmefällen wird ein Mitglied der herrschenden Familie
einen totalen ‚Außenseiter‘ heiraten; selbst wenn dies geschieht, wird das angeheiratete
Familienmitglied normalerweise nicht Oberhaupt der herrschenden Familie werden.” Die
Rothschilds orientierten sich in ihrer Familienpolitik an den königlichen Inzestregeln.
Von 21 Ehen zwischen 1824 und 1877, in denen Nachfahren Mayer Amschel
Rothschilds beteiligt waren, zählt man nicht weniger als 15 zwischen seinen direkten
Abkömmlingen. Die Vermählungen fanden entweder zwischen Cousins und Cousinen
oder männlichen Onkeln und weiblichen Nichten statt. Der Rothschild-Biograph Niall
Ferguson schrieb: [...]nicht nur die Königsfamilien waren eng miteinander verwandt,
selbstbewusste Hinweise auf ‚unsere königliche Familie‘ legen nahe, dass die Rothschilds sie

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