besteuern,
werden
feststellen,
dass
sich
Technik
und
Wissenschaften
in
ihrem
Land
so rasant weiterentwickeln, dass sie in Windeseile in der Lage wären, andere unfreie
Staaten zu erobern. Umso mehr Menschen vom Machtmonopol regiert werden, desto
mehr Erfolg wird es bei militärischen Feldzügen haben: Wenn in einem riesigen Land
für lange Zeit eine extrem freie Wirtschaft herrscht, wird dessen Regierung später,
wenn sie die Steuern allmählich erhöht und das Militär vergrößert, kleine unfreie
Länder mit Leichtigkeit erobern können. So können die USA in kleinere, unfreie
und damit unterentwickelte Länder wie Vietnam, Irak oder Afghanistan einfallen,
da ihre Bevölkerung die dafür nötigen Ressourcen erwirtschaftet hat. Ein Staat wie
Nordkorea, der jeglichen wirtschaftlichen Fortschritt im Inland abwürgt, wird kaum
in der Lage sein, andere Staaten imperialistisch zu erobern wie die USA. Die Taktik
einer liberalen Regierung ist es, den Kapitalismus weiterlaufen zu lassen, während
man sich über das Steuermonopol an ihm vollsaugt. Die Bewohner eines liberalen
Staates sind jedoch deutlich besser dran als die Bewohner einer Diktatur, da durch ihre
Arbeit Wohlstand entsteht, von dem sie zum Teil profitieren dürfen. Hans Hermann
Hoppe beschreibt es so: Mittels Besteuerungen und Regulierungen tragen Regierungen
nicht positiv zur Erzeugung wirtschaftlichen Wohlstandes bei. Stattdessen leben sie parasitär
vom existierenden Wohlstand. Sie können jedoch das Ausmaß des existierenden Wohlstands
negativ beeinflussen. Unter sonst gleichen Voraussetzungen gilt, je niedriger die Steuer- und
Regulierungslast ist, die eine Regierung ihrer heimischen Wirtschaft aufbürdet, umso stärker
wachsen die Bevölkerung (aufgrund interner Faktoren und aufgrund von Einwanderung)
und die Menge des im Inland produzierten Wohlstandes, von denen die Regierung bei
Konflikten mit konkurrierenden Nachbarn parasitisch zehren kann. [...] Staaten, die ihre
heimische Wirtschaft nur wenig besteuern und regulieren - liberale Staaten -, sind eher in
der Lage, ihre Territorien auf Kosten nichtliberaler Staaten auszudebnen.”” Hoppe erklärt,
welchen Fehler die amerikanischen Griinderviater machten, als sie sich entschieden,
gegen die hohen Steuern des britischen Königs zu rebellieren: Zatsächlich waren es
der inflationierte Preis des Schutzes und die Pervertierung des alten Rechts durch den
englischen Konig, die unweigerlichen Ergebnisse eines Zwangsmonopols, die zum Aufstand
der amerikanischen Kolonisten geführt hatten. Nach erfolgreicher Sezession und dem
Hinauswurf der britischen Besatzer wäre es fiir die amerikanischen Kolonisten
lediglich nötig gewesen, die einheimischen Institutionen der Selbstverteidigung
sowie des privaten (freiwilligen und kooperativen) Schutzes der Rechtsfindung durch
spezialisierte Agenten und Agenturen fiir Recht und Ordnung sorgen zu lassen. Dies
geschah jedoch nicht. Nicht nur ließen die Amerikaner die geerbten königlichen Institutionen
von Kolonien und Kolonialregierungen nicht hinwegsterben; sie stellten sie innerhalb der
alten politischen Grenzen in der Form unabhängiger Staaten wieder her, jeder mit seiner
eigenen zwangsmäfßigen (einseitigen) Besteuerungs- und Gesetzgebungsmacht ausgestattet.
Während dies schlimm genug gewesen wäre, verschlimmerten sie die Lage noch, indem sie
die amerikanische Verfassung annahmen und damit eine lockere Föderation unabhängiger
Staaten durch die zentrale (foderale) Regierung der Vereinigten Staaten ersetzten.’” Der
heutige amerikanische Imperialismus ist dem Fehler geschuldet, eine Regierung
überhaupt akzeptiert zu haben. Die Siedler aus Europa, die vor der Kolonialisierung
so rasant weiterentwickeln, dass sie in Windeseile in der Lage wären, andere unfreie
Staaten zu erobern. Umso mehr Menschen vom Machtmonopol regiert werden, desto
mehr Erfolg wird es bei militärischen Feldzügen haben: Wenn in einem riesigen Land
für lange Zeit eine extrem freie Wirtschaft herrscht, wird dessen Regierung später,
wenn sie die Steuern allmählich erhöht und das Militär vergrößert, kleine unfreie
Länder mit Leichtigkeit erobern können. So können die USA in kleinere, unfreie
und damit unterentwickelte Länder wie Vietnam, Irak oder Afghanistan einfallen,
da ihre Bevölkerung die dafür nötigen Ressourcen erwirtschaftet hat. Ein Staat wie
Nordkorea, der jeglichen wirtschaftlichen Fortschritt im Inland abwürgt, wird kaum
in der Lage sein, andere Staaten imperialistisch zu erobern wie die USA. Die Taktik
einer liberalen Regierung ist es, den Kapitalismus weiterlaufen zu lassen, während
man sich über das Steuermonopol an ihm vollsaugt. Die Bewohner eines liberalen
Staates sind jedoch deutlich besser dran als die Bewohner einer Diktatur, da durch ihre
Arbeit Wohlstand entsteht, von dem sie zum Teil profitieren dürfen. Hans Hermann
Hoppe beschreibt es so: Mittels Besteuerungen und Regulierungen tragen Regierungen
nicht positiv zur Erzeugung wirtschaftlichen Wohlstandes bei. Stattdessen leben sie parasitär
vom existierenden Wohlstand. Sie können jedoch das Ausmaß des existierenden Wohlstands
negativ beeinflussen. Unter sonst gleichen Voraussetzungen gilt, je niedriger die Steuer- und
Regulierungslast ist, die eine Regierung ihrer heimischen Wirtschaft aufbürdet, umso stärker
wachsen die Bevölkerung (aufgrund interner Faktoren und aufgrund von Einwanderung)
und die Menge des im Inland produzierten Wohlstandes, von denen die Regierung bei
Konflikten mit konkurrierenden Nachbarn parasitisch zehren kann. [...] Staaten, die ihre
heimische Wirtschaft nur wenig besteuern und regulieren - liberale Staaten -, sind eher in
der Lage, ihre Territorien auf Kosten nichtliberaler Staaten auszudebnen.”” Hoppe erklärt,
welchen Fehler die amerikanischen Griinderviater machten, als sie sich entschieden,
gegen die hohen Steuern des britischen Königs zu rebellieren: Zatsächlich waren es
der inflationierte Preis des Schutzes und die Pervertierung des alten Rechts durch den
englischen Konig, die unweigerlichen Ergebnisse eines Zwangsmonopols, die zum Aufstand
der amerikanischen Kolonisten geführt hatten. Nach erfolgreicher Sezession und dem
Hinauswurf der britischen Besatzer wäre es fiir die amerikanischen Kolonisten
lediglich nötig gewesen, die einheimischen Institutionen der Selbstverteidigung
sowie des privaten (freiwilligen und kooperativen) Schutzes der Rechtsfindung durch
spezialisierte Agenten und Agenturen fiir Recht und Ordnung sorgen zu lassen. Dies
geschah jedoch nicht. Nicht nur ließen die Amerikaner die geerbten königlichen Institutionen
von Kolonien und Kolonialregierungen nicht hinwegsterben; sie stellten sie innerhalb der
alten politischen Grenzen in der Form unabhängiger Staaten wieder her, jeder mit seiner
eigenen zwangsmäfßigen (einseitigen) Besteuerungs- und Gesetzgebungsmacht ausgestattet.
Während dies schlimm genug gewesen wäre, verschlimmerten sie die Lage noch, indem sie
die amerikanische Verfassung annahmen und damit eine lockere Föderation unabhängiger
Staaten durch die zentrale (foderale) Regierung der Vereinigten Staaten ersetzten.’” Der
heutige amerikanische Imperialismus ist dem Fehler geschuldet, eine Regierung
überhaupt akzeptiert zu haben. Die Siedler aus Europa, die vor der Kolonialisierung
30