Schlaf,
Medikamente,
Gifte
in
der
Umwelt
oder
Traumatisierungen
in
der
Kindheit
entstehen. Diese Verhaltensstörungen zeichnen sich durch die Unfähigkeit zur
selbstkritischen Reflexion des eigenen Verhaltens aus. Die „Charakteropathen“ legen
Rachsucht, Egoismus und Arroganz an den Tag, sind jedoch gleichzeitig charmant
und einnehmend. Ihre Selbstsicherheit entsteht durch ihre Unfähigkeit, ihr eigenes
Verhalten zu hinterfragen. Dies entsteht oft durch eine Verletzung des zerebralen
Kortex, der dem menschlichen Gehirn es ermöglicht, eine Art Innenschau der eigenen
Gedanken zu vollziehen. Wenn dieser Bereich geschädigt ist, findet keine Prüfung
der eigenen Gedanken und Handlungen mehr statt. So können Charakteropathen
in Sekundenschnelle übervereinfachte Entscheidungen treffen, ohne dabei nur
den geringsten Selbstzweifel zu hegen. Sie sehen dies als Überlegenheit gegenüber
„normalen“ Menschen, die stets mit ihrem Gewissen und zwiespältigen Motivationen
hadern. Obwohl ihr Gehirn geschädigt ist, sind in der Regel die Bereiche gesund, die
die allgemeine Intelligenz betreffen. Kinder, die einen solchen Defekt aufweisen, sind
durchschnittliche bis gute Schüler. Charakteropathen sind nicht intelligenter als andere
Menschen, doch sie werden bei Entscheidungsfindungen nicht von ihrem Gewissen
belastet. So neigen sie dazu, aus dieser „Gabe“ auf egoistische und rücksichtslose Art
Vorteile zu ziehen. Aufgrund ihrer Andersartigkeit neigen viele Menschen dazu, diesen
Leuten besondere Fähigkeiten beizumessen, weshalb sie die Charakteropathen sehr
ernst nehmen und an ihre Lügen glauben. Wenn ein Elternteil einen solchen Defekt
aufweist, dann weisen alle Kinder in der Familie eine entsprechende Anomalie in ihrer
Persönlichkeitsentwicklung auf. Wenn ein Charakteropath die Führung eines Staates
übernimmt, werden auch viele seiner Staatsbürger sein verzerrtes Weltbild annehmen
und ihm folgen. So kam der Autor zu dem Ergebnis, dass z.B. Josef Stalin in die Liste
der „ponerogenen Charakteropathie“ („ponerogen“ = am Prozess der Entstehung des
Bösen beteiligt) aufgenommen werden musste. Seine Charakteropathie entwickelte
sich vor dem Hintergrund einer perinatalen Verletzung seiner präfrontalen Hirnrinde.
Einige Fotos zeigten eindeutig eine typische Deformation seiner Stirn, die bei Menschen
vorkommt, die unter einer solchen Schädigung leiden.®
entstehen. Diese Verhaltensstörungen zeichnen sich durch die Unfähigkeit zur
selbstkritischen Reflexion des eigenen Verhaltens aus. Die „Charakteropathen“ legen
Rachsucht, Egoismus und Arroganz an den Tag, sind jedoch gleichzeitig charmant
und einnehmend. Ihre Selbstsicherheit entsteht durch ihre Unfähigkeit, ihr eigenes
Verhalten zu hinterfragen. Dies entsteht oft durch eine Verletzung des zerebralen
Kortex, der dem menschlichen Gehirn es ermöglicht, eine Art Innenschau der eigenen
Gedanken zu vollziehen. Wenn dieser Bereich geschädigt ist, findet keine Prüfung
der eigenen Gedanken und Handlungen mehr statt. So können Charakteropathen
in Sekundenschnelle übervereinfachte Entscheidungen treffen, ohne dabei nur
den geringsten Selbstzweifel zu hegen. Sie sehen dies als Überlegenheit gegenüber
„normalen“ Menschen, die stets mit ihrem Gewissen und zwiespältigen Motivationen
hadern. Obwohl ihr Gehirn geschädigt ist, sind in der Regel die Bereiche gesund, die
die allgemeine Intelligenz betreffen. Kinder, die einen solchen Defekt aufweisen, sind
durchschnittliche bis gute Schüler. Charakteropathen sind nicht intelligenter als andere
Menschen, doch sie werden bei Entscheidungsfindungen nicht von ihrem Gewissen
belastet. So neigen sie dazu, aus dieser „Gabe“ auf egoistische und rücksichtslose Art
Vorteile zu ziehen. Aufgrund ihrer Andersartigkeit neigen viele Menschen dazu, diesen
Leuten besondere Fähigkeiten beizumessen, weshalb sie die Charakteropathen sehr
ernst nehmen und an ihre Lügen glauben. Wenn ein Elternteil einen solchen Defekt
aufweist, dann weisen alle Kinder in der Familie eine entsprechende Anomalie in ihrer
Persönlichkeitsentwicklung auf. Wenn ein Charakteropath die Führung eines Staates
übernimmt, werden auch viele seiner Staatsbürger sein verzerrtes Weltbild annehmen
und ihm folgen. So kam der Autor zu dem Ergebnis, dass z.B. Josef Stalin in die Liste
der „ponerogenen Charakteropathie“ („ponerogen“ = am Prozess der Entstehung des
Bösen beteiligt) aufgenommen werden musste. Seine Charakteropathie entwickelte
sich vor dem Hintergrund einer perinatalen Verletzung seiner präfrontalen Hirnrinde.
Einige Fotos zeigten eindeutig eine typische Deformation seiner Stirn, die bei Menschen
vorkommt, die unter einer solchen Schädigung leiden.®
Die
moderne
Psychologie
beschäftigt
sich
erstens
zu
wenig
mit
Psychopathen
und wenn sie es tut, versteht sie nicht, dass die meisten Psychopathen nicht antisozial,
sondern perfekt in die Gesellschaft integriert sind. Die meisten Experten für psychische
Krankheiten arbeiten unter viel zu simplen Prämissen, z.B. dass Psychopathen aus
verarmten Verhältnissen stammen oder eine Art von Missbrauch in ihrer Kindheit er-
leiden mussten. Viele meinen, es wäre demnach nicht besonders schwer, sie zu
identifizieren, da sie sich mit Sicherheit außerhalb der Gesellschaft aufhielten.
Falls sie dennoch eine Rolle in der Gesellschaft hätten, würden sie als Fremdkörper
wahrgenommen werden.” Diese Sicht auf Psychopathen ist geradezu brandgefährlich,
da sie von der tatsächlichen Gefahr des psychopathischen Wesens ablenkt. Psychopathen
wirken oft sehr charmant, intelligent, vertrauenserweckend und liebenswürdig.
So ziehen sie andere Menschen in ihren Bann. Trotz ihrer unverantwortlichen und
selbstzerstörerischen Handlungsweisen besitzen sie jene Charakterzüge im Überfluss,
die anderen Menschen erstrebenswert erscheinen. Obwohl ihnen die Gefühle ihrer
und wenn sie es tut, versteht sie nicht, dass die meisten Psychopathen nicht antisozial,
sondern perfekt in die Gesellschaft integriert sind. Die meisten Experten für psychische
Krankheiten arbeiten unter viel zu simplen Prämissen, z.B. dass Psychopathen aus
verarmten Verhältnissen stammen oder eine Art von Missbrauch in ihrer Kindheit er-
leiden mussten. Viele meinen, es wäre demnach nicht besonders schwer, sie zu
identifizieren, da sie sich mit Sicherheit außerhalb der Gesellschaft aufhielten.
Falls sie dennoch eine Rolle in der Gesellschaft hätten, würden sie als Fremdkörper
wahrgenommen werden.” Diese Sicht auf Psychopathen ist geradezu brandgefährlich,
da sie von der tatsächlichen Gefahr des psychopathischen Wesens ablenkt. Psychopathen
wirken oft sehr charmant, intelligent, vertrauenserweckend und liebenswürdig.
So ziehen sie andere Menschen in ihren Bann. Trotz ihrer unverantwortlichen und
selbstzerstörerischen Handlungsweisen besitzen sie jene Charakterzüge im Überfluss,
die anderen Menschen erstrebenswert erscheinen. Obwohl ihnen die Gefühle ihrer
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