waren
alle
wertvollen
Inhalte
verloren.”
1984,
sieben
Jahre
nach
seiner
Flucht
aus
Polen nach Amerika musste Lobaczewski sein Wissen über die Ponerologie aus dem
Gedächtnis niederschreiben. So sind die statistischen Daten der polnischen Forscher
zwar zu großen Teilen verloren, aber die Haupterkenntnisse der „Wissenschaft über
das Wesen des Bösen“ konnten von Lobaczewski gesichert werden. Er war jedoch
mit dem naiven Glauben nach Amerika gekommen, die Erkenntnisse über das Böse
würden das dortige politische Establishment brennend interessieren. Sein Erstaunen
war groß als Zbgniew Brzezinski, die graue Eminenz der US-amerikanischen
Globalstrategen, „alles unternahm, damit das Buch nicht gedruckt werden konnte,
während er gleichzeitig voll des Lobes über das Manuskript war und versicherte, alles
in seiner Macht stehende zu tun, damit es veröffentlicht werde.“> Es dauerte noch 20
Jahre, bis sich ein Verlag des Manuskripts annahm und „Politische Ponerologie“
veröffentlichte. Im Laufe dieses Buches werden Sie noch mehr sowjetische
Emigranten kennenlernen, deren Hoffnungen in die Amerikaner bitter enttäuscht
wurden. (siehe S.70)
Polen nach Amerika musste Lobaczewski sein Wissen über die Ponerologie aus dem
Gedächtnis niederschreiben. So sind die statistischen Daten der polnischen Forscher
zwar zu großen Teilen verloren, aber die Haupterkenntnisse der „Wissenschaft über
das Wesen des Bösen“ konnten von Lobaczewski gesichert werden. Er war jedoch
mit dem naiven Glauben nach Amerika gekommen, die Erkenntnisse über das Böse
würden das dortige politische Establishment brennend interessieren. Sein Erstaunen
war groß als Zbgniew Brzezinski, die graue Eminenz der US-amerikanischen
Globalstrategen, „alles unternahm, damit das Buch nicht gedruckt werden konnte,
während er gleichzeitig voll des Lobes über das Manuskript war und versicherte, alles
in seiner Macht stehende zu tun, damit es veröffentlicht werde.“> Es dauerte noch 20
Jahre, bis sich ein Verlag des Manuskripts annahm und „Politische Ponerologie“
veröffentlichte. Im Laufe dieses Buches werden Sie noch mehr sowjetische
Emigranten kennenlernen, deren Hoffnungen in die Amerikaner bitter enttäuscht
wurden. (siehe S.70)
Die
Ponerologie
untersucht,
wie
ganze
Nationen
dem
Bösen
anheimfallen
können
oder wie Lobaczewski es nannte: Die Entstehung des makrosozialen Bösen. Sie
untersucht, wie es dazu kam, dass die Geschichte der Menschheit eine nicht endende
Schleife aus Kriegen und Tyrannei darstellt, obwohl fast alle Menschen in ihrem Leben
moralisch handeln. Da Lobaczewski als Psychologe arbeitete, näherte er sich dem Bösen
aus einer psychotherapeutischen Sicht, doch wusste er von Beginn seiner Experimente
an, dass es nötig war auf weitere Wissenschaften zurückzugreifen, um die Entstehung
des makrosozialen Bösen zu untersuchen. Vor allem die Biologie leistete ihm bei seiner
Arbeit gute Dienste.
oder wie Lobaczewski es nannte: Die Entstehung des makrosozialen Bösen. Sie
untersucht, wie es dazu kam, dass die Geschichte der Menschheit eine nicht endende
Schleife aus Kriegen und Tyrannei darstellt, obwohl fast alle Menschen in ihrem Leben
moralisch handeln. Da Lobaczewski als Psychologe arbeitete, näherte er sich dem Bösen
aus einer psychotherapeutischen Sicht, doch wusste er von Beginn seiner Experimente
an, dass es nötig war auf weitere Wissenschaften zurückzugreifen, um die Entstehung
des makrosozialen Bösen zu untersuchen. Vor allem die Biologie leistete ihm bei seiner
Arbeit gute Dienste.
Schnell
bestätigte
sich
Lobaczewskis
naheliegender
Verdacht,
der
die
Entstehung
des Bösen mit Psychopathie in Verbindung brachte. Sicher wird es kaum jemanden
überraschen, wenn er hört, dass Charaktere wie Hitler und Stalin Psychopathen waren.
Doch der Gedanke, es existiere in einem Land ein Promille-Anteil an Psychopathen,
der an die Macht kommt und dann all die guten Menschen unterdrückt, ist extrem
naiv und falsch. Das ist eine unzureichende psychologische Sichtweise auf die Welt.
Lobaczewski untersuchte das Phänomen der „Psychopathen“ und deren Einfluss
auf ganze Nationen genauer. Im Gegensatz zu vielen Wissenschaftlern und Autoren
vor ihm, die das Böse nur beschrieben, suchte er eine ausreichende Erklärung der
Ursachen und Vorgänge, aus denen heraus sich all die historischen Dramen
ereigneten. Als Psychologe und Wissenschaftler fand Lobaczewski endlich die richtige
Herangehensweise an das Problem: So wie Psychopathie die Geisteskrankheit eines
menschlichen Organismus‘ ist, ist das makrosoziale Böse die Geisteskrankheit eines
Organismus‘ der höheren Art, nämlich der Gesellschaft. So wie ein Mensch zum
Psychopathen gemacht werden kann, kann man ein ganzes Land psychologisch in eine
des Bösen mit Psychopathie in Verbindung brachte. Sicher wird es kaum jemanden
überraschen, wenn er hört, dass Charaktere wie Hitler und Stalin Psychopathen waren.
Doch der Gedanke, es existiere in einem Land ein Promille-Anteil an Psychopathen,
der an die Macht kommt und dann all die guten Menschen unterdrückt, ist extrem
naiv und falsch. Das ist eine unzureichende psychologische Sichtweise auf die Welt.
Lobaczewski untersuchte das Phänomen der „Psychopathen“ und deren Einfluss
auf ganze Nationen genauer. Im Gegensatz zu vielen Wissenschaftlern und Autoren
vor ihm, die das Böse nur beschrieben, suchte er eine ausreichende Erklärung der
Ursachen und Vorgänge, aus denen heraus sich all die historischen Dramen
ereigneten. Als Psychologe und Wissenschaftler fand Lobaczewski endlich die richtige
Herangehensweise an das Problem: So wie Psychopathie die Geisteskrankheit eines
menschlichen Organismus‘ ist, ist das makrosoziale Böse die Geisteskrankheit eines
Organismus‘ der höheren Art, nämlich der Gesellschaft. So wie ein Mensch zum
Psychopathen gemacht werden kann, kann man ein ganzes Land psychologisch in eine
*
Es
liegt
nahe,
dass
die
Kirche
Lobaczewskis
Erkenntnisse
ebenfalls
unterdrücken
wollte.
Schließlich
würde
eine
effektive Bekämpfung des Bösen den Kirchen kaum von Nutzen sein. Haben sie sich doch seit Jahrhunderten den
Kampf gegen das Böse anhand ihrer Schriften auf die Fahne geschrieben. Bisher konnte keine Religion dieses Ziel
effektive Bekämpfung des Bösen den Kirchen kaum von Nutzen sein. Haben sie sich doch seit Jahrhunderten den
Kampf gegen das Böse anhand ihrer Schriften auf die Fahne geschrieben. Bisher konnte keine Religion dieses Ziel
nur
ansatzweise
erreichen.
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