Einleitung

Verzeihen Sie, Sie fanden dieses Vorwort zu makaber? Aber ist es nicht viel makabrer,
in der Realität Massenmörder und Psychopathen zu verteidigen? Was kann ich dafür,
dass sich vermeintliche Journalisten bei der Analyse von politischen Ereignissen heute
wie die Anhänger eines Fußballvereins verhalten? Ich fühle mich inzwischen eingekreist
von zwei idiotischen Fanblöcken, die nichts als Unsinn verbreiten. Auf der einen Seite
haben wir die Mainstream-Medien. Als Mainstream definiere ich: Alle öffentlich-
rechtlichen TV- und Radiosender. Die TV-Sender und Zeitungen der großen
Medienkonzerne: Burda, Springer, Pro7Sat1, Bertelsmann, Bauer, Holtzbrinck,
WAZ etc. Auf der anderen Seite haben wir die „Alternativen Medien“. Diese finden
überwiegend im Internet statt und sehen sich als Gegengewicht zur Mainstream-
Presse. Ihr verbindendes Element ist, dass der Mainstream sie nicht erwähnt, es
sei denn in einem Hetzartikel. Meine ersten beiden Bücher „Die Rothschilds - Eine
Familie beherrscht die Welt“ und „Die Rockefellers - Ein amerikanischer Albtraum“
wurden fast ausschließlich in den alternativen Medien beworben und verkauft. Ich
sehe mich immer noch eher als Vertreter der alternativen Medien, da diese Themen
ansprechen, von denen der Mainstream weitgehend die Finger lässt. Meine zwei Bücher
über die mächtigsten Familien der Welt werden trotz ihrer beachtlichen Verbreitung
vom Mainstream weiterhin totgeschwiegen.

Ja, es stimmt: Die Mainstream-Journalisten sind die Maulhuren der Mächtigen. Sie
sind überbezahlt, verblendet und demjenigen hörig, der ihnen ihr Gehalt überweist. Sie
berichten im Sinne der westlichen Politik, der westlichen Banken und der westlichen
Konzerne. Doch leider haben sich inzwischen viele Vertreter der alternativen Medien dem
nicht minder gefährlichen östlichen Machtblock angeschlossen: Putins Propaganda-
und Lügenlawine überrollt den Westen und kaum ein alternativer Journalist
wird nicht von ihr mitgerissen. Ich war selbst perplex, als ich feststellen musste, dass
Menschen, auf deren Urteil ich einmal vertraut hatte, sich plötzlich unkritisch der
Propaganda von Putins Medien anschlossen. Für seine mediale Kriegsführung, seinen
„Infokrieg“ im Ausland gibt Moskau jedes Jahr hunderte Millionen Dollar aus, für
die der russische Steuerzahler aufkommen muss. Die Propaganda-Strategie Moskaus
ist so simpel, dass eigentlich jeder Idiot sie durchschauen müsste: Die Weltmacht
USA ist an allem schuld, Russland ist ein tolles Land und der Kapitalismus ist
schlecht. Dass die alternativen Medien darauf hereinfallen bzw. sich dafür einspannen
lassen, ist wirklich ein Armutszeugnis. Putin wird in einem regelrechten Personenkult
verehrt. Seine Fans geben sich Mühe, die kritischen Menschen, die dem Mainstream
nicht mehr trauen, ins Boot zu holen: Sie kritisieren je nach Zielgruppe die Rothschilds,
Israel, den Kapitalismus, die USA, die NATO, Gentechnisch veränderte Nahrung, das
Pharma-Kartell, Angela Merkel, den IWF oder die Federal Reserve. Da all dies aus
dem Westen komme, sei Putin ein vernünftiger Politiker mit guten Absichten,
dem man vertrauen könne. Als Reaktion auf das wuchernde Elend in Deutschland
schließen sich viele Bürger dem Putin-Kult an. Sie wurden von der westlichen Politik
enttäuscht und glauben, in Putin einen neuen Heilsbringer gefunden zu haben. Ihnen

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