Gestern
Nacht
hatte
ich
einen
Albtraum...
...Millionen
Menschen
haben
sich
in
einem
Stadion
versammelt,
das
in
seinen
kolossalen Ausmaßen nur mit den Bauwerken des biblischen Babylons vergleichbar
ist. Ein wahnsinniger Lärm und fanatisches Gebrüll erhebt sich, als die Mannschaften
das Stadion betreten. Nach all den Jahren des Vorrundengeplänkels geht es nun
endlich zur Sache. Das Finale, auf das wir alle gewartet haben, beginnt. Die vor dem
Turnier genannten Favoriten haben sich durchgesetzt: Die Militärmächte USA und
Russland stehen sich nun zum Endkampf gegenüber! Beim Anpfiff kann man die
Spannung förmlich mit den Händen greifen. Heute wird sich entscheiden, wer den
Weltregierungs-Pokal ins eigene Land mitnehmen darf.
kolossalen Ausmaßen nur mit den Bauwerken des biblischen Babylons vergleichbar
ist. Ein wahnsinniger Lärm und fanatisches Gebrüll erhebt sich, als die Mannschaften
das Stadion betreten. Nach all den Jahren des Vorrundengeplänkels geht es nun
endlich zur Sache. Das Finale, auf das wir alle gewartet haben, beginnt. Die vor dem
Turnier genannten Favoriten haben sich durchgesetzt: Die Militärmächte USA und
Russland stehen sich nun zum Endkampf gegenüber! Beim Anpfiff kann man die
Spannung förmlich mit den Händen greifen. Heute wird sich entscheiden, wer den
Weltregierungs-Pokal ins eigene Land mitnehmen darf.
Ein
russischer
Sender,
der
das
Duell
für
das
deutsche
Publikum
überträgt,
hat
zwei deutsche Experten als Kommentatoren engagiert. Christoph Hörstel und Jürgen
Elsässer sind genau die Experten, die die russischen Fans sich wünschen. Klar müssen
Reporter „neutral“ und „objektiv“ bleiben, aber wir sind ja hier beim Sport und da
ist so ein wenig Parteilichkeit schon erlaubt. Hörstels Einschätzung vor dem Finale
lautet: „Die Russen sind als Team sensationell zusammengewachsen und haben auch
gelernt, wie man Rückschläge wegsteckt. Das haben sie vor allem Wladimir Putin zu
verdanken, einem exzellenten Trainer und Taktiker.“ Elsässer äußert sich spöttisch über
den Gegner USA: „Diese arroganten Amerikaner waren betrunken von ihrem Erfolg.
Sie haben gemeint, sie könnten die ganze Welt erobern, aber heute wird der Tag sein,
an dem der Außenseiter Russland ihnen einen Strich durch die Rechnung machen
wird.“
zwei deutsche Experten als Kommentatoren engagiert. Christoph Hörstel und Jürgen
Elsässer sind genau die Experten, die die russischen Fans sich wünschen. Klar müssen
Reporter „neutral“ und „objektiv“ bleiben, aber wir sind ja hier beim Sport und da
ist so ein wenig Parteilichkeit schon erlaubt. Hörstels Einschätzung vor dem Finale
lautet: „Die Russen sind als Team sensationell zusammengewachsen und haben auch
gelernt, wie man Rückschläge wegsteckt. Das haben sie vor allem Wladimir Putin zu
verdanken, einem exzellenten Trainer und Taktiker.“ Elsässer äußert sich spöttisch über
den Gegner USA: „Diese arroganten Amerikaner waren betrunken von ihrem Erfolg.
Sie haben gemeint, sie könnten die ganze Welt erobern, aber heute wird der Tag sein,
an dem der Außenseiter Russland ihnen einen Strich durch die Rechnung machen
wird.“
Das
Spiel
beginnt:
Im
ersten
Spielzug
holt
sich
Russland
seine
alte
Sowjetrepublik
Tschetschenien wieder zurück. Putin bombardiert die tschetschenische Stadt „Grosny“
mit einem riesigen Arsenal an gegen die Zivilbevölkerung gerichteten verbotenen
Waffen: Splitterbomben, Senkbomben, Brandbomben, Boden-Boden-Raketen.
Auch chemische Waffen regnen auf Grosny nieder. Dass Frauen und Kinder dabei
nicht verschont werden, versteht sich von selbst. Hörstel und Elsässer sind begeistert
vom ersten Spielzug Putins. Beim Tod eines kleinen Mädchens durch eine russische
Luftattacke, schreien die US-Fans laut: „Foul! Schiri? Foul!“ Doch die Russland-Fans
haben nichts gesehen. Sie schreien: „Steh wieder auf, du Simulant!“ Der Schiedsrichter
lässt das Spiel weiterlaufen. Die Kommentatoren sehen das ähnlich. Elsässer meint,
zivile Opfer gehörten in dem Sport nun mal dazu, da müsse man auch mal ein Auge
zudrücken. Für Tschetschenien verdrücke er „keine Träne“.
Tschetschenien wieder zurück. Putin bombardiert die tschetschenische Stadt „Grosny“
mit einem riesigen Arsenal an gegen die Zivilbevölkerung gerichteten verbotenen
Waffen: Splitterbomben, Senkbomben, Brandbomben, Boden-Boden-Raketen.
Auch chemische Waffen regnen auf Grosny nieder. Dass Frauen und Kinder dabei
nicht verschont werden, versteht sich von selbst. Hörstel und Elsässer sind begeistert
vom ersten Spielzug Putins. Beim Tod eines kleinen Mädchens durch eine russische
Luftattacke, schreien die US-Fans laut: „Foul! Schiri? Foul!“ Doch die Russland-Fans
haben nichts gesehen. Sie schreien: „Steh wieder auf, du Simulant!“ Der Schiedsrichter
lässt das Spiel weiterlaufen. Die Kommentatoren sehen das ähnlich. Elsässer meint,
zivile Opfer gehörten in dem Sport nun mal dazu, da müsse man auch mal ein Auge
zudrücken. Für Tschetschenien verdrücke er „keine Träne“.
Als
sich
die
USA
wenig
später
in
einem
cleveren
Spielzug
die
Regierung
des
Irak
krallen, schreit Elsässer laut: „Foul! Schiri? Was ist mit dem Völkerrecht?“ Als sein
Team Russland dasselbe bei Tschetschenien gemacht hatte, feierte er dessen Spielzug.
Aber gerade für diese Treue feiern ihn die russischen Fans. Außerdem seien die
Kommentatoren auf der amerikanischen Seite ja meistens ähnlich parteiisch, da müsse
man nun einmal entschlossen dagegenhalten.
krallen, schreit Elsässer laut: „Foul! Schiri? Was ist mit dem Völkerrecht?“ Als sein
Team Russland dasselbe bei Tschetschenien gemacht hatte, feierte er dessen Spielzug.
Aber gerade für diese Treue feiern ihn die russischen Fans. Außerdem seien die
Kommentatoren auf der amerikanischen Seite ja meistens ähnlich parteiisch, da müsse
man nun einmal entschlossen dagegenhalten.
Beim
Public
Viewing
vor
dem
Stadion
macht
der
Fan-Beauftragte
Ken
Jebsen
die Menge heiß. Er ist auch ein vehementer Gegner des US-Teams. Er brüllt in das
die Menge heiß. Er ist auch ein vehementer Gegner des US-Teams. Er brüllt in das
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